Eutin : Witwenpalais: Daniel Fey beendet Verkaufsverhandlung mit der Stadt und Islamverband

Die Zukunft des Witwenpalais am Eutiner Marktplatz ist weiterhin offen. An die Stadt will der Eigentümer nicht mehr verkaufen.
Die Zukunft des Witwenpalais am Eutiner Marktplatz ist weiterhin offen. An die Stadt will der Eigentümer nicht mehr verkaufen.

Eigentümer erklärt Verhandlungen für gescheitert. Islamverband soll aber auch nicht mieten.

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08. November 2019, 19:15 Uhr

Eutin | Es war ein Hin- und Herverhandeln über Monate, nun zieht Witwenpalais-Eigentümer Daniel Fey die Konsequenzen: „Die Stadt hat ihre Chance vertan. Wir werden nicht mehr an die Stadt verkaufen und haben sämtliche Gespräche für beendet erklärt“, sagte Fey auf Nachfrage.

Seit Jahresbeginn führte er gemeinsam mit Bürgermeister Carsten Behnk Gespräche, beide näherten sich in den Preisvorstellungen an. Von einst mehr als drei Millionen Euro ging Daniel Fey im jüngsten Angebot runter bis auf zwei Millionen statt bislang 2,9 Millionen – inklusive „bislang nicht mit inbegriffen gewesenen historischen Inventars“, wie Fey im September betonte.

Der Hauptausschuss der Stadt Eutin hatte Bürgermeister Carsten Behnk mehrfach beauftragt, den förderfähigen Verhandlungsspielraum von insgesamt 1,63 Millionen Euro (Wertgutachten plus 20 Prozent) nicht zu verlassen (wir berichteten).

Keine Vermietung an Islamverband

Am ersten November sollte ein von der Stadt beauftragter Gutachter im Witwenpalais das zur Frage kommende Inventar, wie beispielsweise verschiedene Öfen begutachten und deren Wert schätzen. Doch Fey sagte den Termin ab. „Die Stadt hat nun fast binnen eines Jahres sich nicht entscheiden können, das historisch wertvolle Gebäude zuletzt mit einem Angebot auf dem Silbertablett zu kaufen, dann gehen wir davon aus, dass sie das auch im nächsten Jahr nicht entscheiden wird“, begründete Fey. Der 46-Jährige habe schlichtweg die Nase voll davon. Er prüfe nun mit Beratern verschiedene Möglichkeiten vom Verkauf mittels Gesellschaftsanteilen, dann sei nach seiner Kenntnis das Vorkaufsrecht der Stadt außen vor, bis hin zur langfristigen Vermietung. Von seiner ursprünglichen Idee, das herzögliche Palais an einen Islamverband zu vermieten, habe er Abstand genommen: „Dann kriege ich es anschließend nicht mehr verkauft.“

Bürgermeister Carsten Behnk bedauert das Ende der Verkaufsverhandlungen und hofft auf Wiederaufnahme der Gespräche.

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