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Wisser-Schule: Planung eines Standorts verschiebt sich

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Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

shz.de von
erstellt am 18.Mai.2017 | 00:49 Uhr

Es war immer Ziel der Wilhelm-Wisser-Schule (WWS), die derzeit an zwei Standorten in der Stadt unterrichtet, die Schüler der fünften und sechsten Klassen aus dem Gebäude am Kleinen See mit auf das Schulgelände an der Elisabethstraße zu holen. Der Platz für die notwendigen Neubauten bestehe laut Annette Rudolph vom zuständigen Fachdienst der Stadt, wenn die Sporthalle am Alten Güterbahnhof gebaut werde und die Turnhalle an der Elisabethstraße abgerissen werden könne.

Ursprünglich sollte die Dreifeldhalle, die ebenfalls Thema im jüngsten Schulausschuss war, bis Ende dieses Jahres fertiggestellt werden. Die Fertigstellung des Erweiterungsbaus an der Elisabethstraße war für 2020 geplant. „Diese Termine sind nicht mehr zu halten“, machte Rudolph deutlich.

Dass sich der Ausschuss auch in diesem Fall mit Entscheidungen schwer tut, zeigte die Diskussion am Dienstagabend. „Es gibt große Differenzen zwischen dem Wunsch der Schule und dem Vorschlag der Verwaltung auch insbesondere im Bereich der Musikräume. Zwei Musikräume, ein Übungsraum und ein Lager braucht es vermutlich für die Bläserklassen“, sagte Christiane Balzer (Grüne). Schulleiter Sven Ulmer pflichtete ihr bei: „Die Bläserklassen sind ein Auslöser für diesen Wunsch. Auch in diesem Jahr haben wir wieder eine Bläserklasse voll. Wir brauchen mehr Platz für Musik. Auf dem Flur oder in der Mensa üben, wie es jetzt zeitweise der Fall ist, ist im laufenden Betrieb – so schön Musik ist – schwierig.“ Auch im Bereich der Fachräume für die Naturwissenschaften sieht Ulmer Ausbaubedarf, schon jetzt seien die Räume für Biologie, Physik und Chemie lückenlos genutzt – ohne die fünften und sechsten Klassen. Bürgermeister Carsten Behnk wies das Gremium daraufhin, dass es bereits einen Beschluss zum Raumbedarf gebe – aus dem Jahr 2012.Die Frage, die sich nach dem aktuellen Kreisschulentwicklungsplan stelle, sei die nach der Drei- oder Vierzügigkeit, die für künftige Planungen anzunehmen ist. Behnk: „Wollen wir eine Reserve einplanen als Mittelzentrum oder gehen wir nach den aktuellen Zahlen davon aus, dass wir die nicht brauchen? Das ist eine Abwägung, wenn wir attraktiv für das Umland sein wollen.“

Ute Castrow, Sportlehrerin an der Wisser-Schule, fragte das Gremium: „Wollen sie auch eine attraktive Gemeinschaftsschule haben?“ Aus ihrer Sicht sei ein Grund für die Dreizügigkeit und die geringen Anmeldungen im nächsten Schuljahr auch, dass es andere Gemeinden rascher schaffen, ihre Schulen zu modernisieren. „Für die Wahl einer Schule ist nicht mehr allein die Qualität der pädagogischen Arbeit entscheidend, dann wären wir weiter vierzügig“, sagte Castrow und deutete an, dass sich Schüler aus Süsel, die früher zur WWS gekommen wären, heute für die modernere Alternative Pönitz entscheiden. „Ich möchte Sie mal einladen zu meinem Sportunterricht mit rund 24 Neuntklässlern in einem Raum, der kleiner ist als Ihr Sitzungssaal. Haben Sie den Mut, Entscheidungen zum Wohle der Kinder zu treffen“, bat Castrow die Ausschussmitglieder. Finanzen allein dürften nicht entscheidend sein, wenn es um die Kinder gehe. Der Ausschuss nahm die Verwaltungsvorlage zur Kenntnis. Aktualisiert werden könne die Planung erst, wenn die Halle am Bahnhof gebaut und die Turnhalle am Berg abgerissen werden kann.

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