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Ostholsteiner Anzeiger

20. Oktober 2017 | 03:43 Uhr

Wisser-Schule: Hängepartie geht weiter

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Schulausschuss kann heute noch nicht entscheiden

von
erstellt am 17.Feb.2014 | 16:39 Uhr

Die Beschlüsse über Standort und Umfang der baulichen Erweiterungen für die Wilhelm-Wisser-Schule sollten mit möglichst großer Mehrheit getroffen werden. Diesen politischen Anspruch erhebt der Ausschussvorsitzende Hanjo Iwanowitsch (SPD) – und deshalb rechnet er, so klar er bisher auf einen zügigen Entscheidungsprozess drängte, in der Sitzung seines Schulausschusses heute noch nicht mit neuen Weichenstellungen.

Begründung: Die notwendigen Erkenntnisse über den Baugrund für eine Sporthalle auf dem ehemaligen Güterbahnhof lassen weiter auf sich warten. So lange es aber offen ist, ob dort überhaupt ein Sporthallenbau in Frage kommt, womit für den beengten Schulstandort „am Berg“ Raum gewonnen würde für einen Anbau mit Mensa und Unterrichtsräumen, so lange könne der Ausschuss keine bindenden Beschlüsse fassen. „Die Mehrheiten wären zu knapp, das ist für ein auch finanziell so weit reichendes Projekt nicht gut“, sagte der SPD-Politiker dem OHA.

Iwanowitsch machte aber keinen Hehl aus seiner Enttäuschung: „Ich kann nicht verstehen, dass diese Bodenproben immer noch nicht vorliegen, außer, dass es nicht gewollt ist. Ich habe das Gefühl, dass da irgendwie gebremst wird.“

Dieses Gefühl beschlich in den vergangenen Wochen auch andere Stadtvertreter, zum Beispiel den CDU-Fraktionsvorsitzenden Matthias Rachfahl. Als der sich in seiner Sitzung des Bauausschusses lauthals darüber verwunderte, dass es mit Gutachten für Bauprojekte in Eutin nicht flott vorangehe, schaltete sich hochroten Kopfes Bürgermeister Klaus-Dieter Schulz ein: Er werde sich jetzt selbst um die Gründe für die Verzögerungen kümmern.

Laut Bauamtsleiter Bernd Rubelt ist nicht böser Wille der Verwaltung, sondern schlicht eine Kette unglücklicher Umstände für das lange Warten auf Bodengutachten verantwortlich. Es beginne damit, dass die Stadt an die Vorschriften des öffentlichen Vergaberechts gebunden sei. „Wenn wir um Angebote für einen Bodenproben-Auftrag bitten, dafür aber keine Angebote kommen, können wir wenig machen. Wir brauchen Unternehmen, deren Analysen wir vertrauen können. Aber diese Leute haben derzeit viel zu tun, zumal bei diesem milden Winter und der regen Baukonjunktur.“

Eine Hoffnung macht Rubelt den Politikern jetzt aber: Bis Mitte März sollten die begehrten Ergebnisse der Bodenproben vorliegen.

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