Wisser-Schule: Ein Ständchen zum Dank

Sind  von den musikbegeisterten Schülern angetan: (v.l.) vom Inner Wheel Club  Martina Hoffmann und Juliane Scheele, Sabine Nahle von Timbertec und Tanja Rickers von der Sparkassen-Stiftung Ostholstein.
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Sind von den musikbegeisterten Schülern angetan: (v.l.) vom Inner Wheel Club Martina Hoffmann und Juliane Scheele, Sabine Nahle von Timbertec und Tanja Rickers von der Sparkassen-Stiftung Ostholstein.

Der Inner Wheel Club Eutin, die Sparkassen-Stiftung Ostholstein und das Unternehmen Timbertec spenden den Schülern der neuen Bläserklasse 2000 Euro

shz.de von
26. September 2013, 00:36 Uhr

Vor der Tür liegen 25 Paar Kinderschuhe. Aus dem Musikraum der Außenstelle am See der Wilhelm-Wisser-Schule dringen Trompeten- und Klarinettentöne. Die neue Bläserklasse hat eine Unterrichtsstunde. Und die ist dieses Mal besonders: Vertreter des Inner Wheel Clubs Eutin, der Sparkassen-Stiftung Ostholstein und des
Eutiner Unternehmens Timbertec sind zu Gast und überreichen symbolisch Schecks im Wert von insgesamt 2000 Euro.

Davon seien die Ständer für die Instrumente bezahlt worden, sagt Musiklehrerin Stephanie Kreft, die zugleich Initiatorin des Bläser-Projekts ist. „Als ein Schüler zusätzlich in die Klasse aufgenommen wurde, musste seine Trompete noch finanziert werden, die restlichen Instrumente liefen schon über den Leasing-Vertrag.“

Davon verstehen die Schüler der fünften Klasse noch nichts, dafür wissen sie mittlerweile genau, wie sie mit den Instrumenten umzugehen haben. So führen sie
den Sponsoren ihr Geschick an ihren Trompeten, Posaunen, Klarinetten, Querflöten, Hörnern und Euphonien vor.

Bevor die Kinder die Instrumente erlernten, durften sie alle angebotenen Instrumente ausprobieren und dann für sich festlegen, welches sie gern spielen können würden. Wer dann tatsächlich welches Instrument erlernt, entschieden Stephanie Kreft und Ulrike Awe. Sie leitet die Außenstelle am See und unterrichtet die Querflöter der Klasse. Die zehnjährige Svea wünschte sich, Posaune spielen zu dürfen. Dieser Wunsch wurde erfüllt. Doch auch die übrigen Schüler, deren Erstwünsche nicht erfüllt wurden, sind im Nachhinein mit ihren Instrumenten zufrieden.

Das sind auch die Eltern der Kinder, von denen das Projekt getragen wird, sagt Awe. Daher soll es bei Bedarf auch im nächsten Jahr eine Bläserklasse geben. Die geliehenen Instrumente sollen Schritt für Schritt abbezahlt werden, sodass sie im dritten Jahr der Schule gehören.

Schon jetzt genießen die Schüler der Bläserklasse eine Ausnahmestellung: Dreimal pro Woche haben sie Musikunterricht, der zum Teil von zwei Fachkräften der Musikschule Lübeck geleitet wird.

Mit dem sich jetzt schon abzeichnenden Erfolg sind alle Beteiligten hochzufrieden. Laut Ulrike Awe gebe es sogar die Möglichkeit, dass auf Wunsch der Schüler auch in den Jahrgängen sieben und acht die Bläserklasse erhalten bleiben könnte. „Sie soll eine feste Institution an der Schule werden.“

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