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Wirtschaftsvereinigung: Lichterstadt steht in den Sternen

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

von
erstellt am 25.Mai.2016 | 11:33 Uhr

„In dieser Stadt bewegt sich eine Menge“, sagte Klaus-Dieter Schulz im Rückblick auf seine vergangenen 14 Dienstjahre, von denen der Bürgermeister viele Stunden mit der Wirtschaftsvereinigung Eutin verbracht habe. Bei der Jahresversammlung der WVE zog das Verwaltungsoberhaupt Eutins noch mal Bilanz: „Mit der Lichterstadt haben Sie eine Wahnsinnsveranstaltung auf die Beine gestellt, die es so vorher nicht gab.“

Auch beim Kampf um den Erhalt der Eutiner Festspiele sei die WVE maßgeblich beteiligt gewesen, sagte Schulz: „Die Stadt wollte die Festspiele nicht mehr halten, aber die WVE hat dafür gekämpft.“ Doch es müssten weitere Schritte folgen, betonte Schulz, die Landesgartenschau etwa sei eine „sehr sportliche Aufgabe“ gewesen, die „uns allen zu schaffen gemacht“ habe. Schulz ist jedoch überzeugt von der langfristigen Wirkung der LGS: „Wir sind auf einem guten Weg, wenn wir ein guter Gastgeber sind“, fasste Eutins Bürgermeister zusammen. Die Zusammenarbeit zwischen Stadt und gewerblicher Wirtschaft müsse weiterhin so positiv vorangehen, erklärte Schulz: „Wir müssen das Einkaufen in der Stadt zum Erlebnis werden lassen, um zu überleben.“

Bei seinem Rückblick auf das Jahr 2015 musste WVE-Vorsitzender Klaus Hoth einräumen: „Wir haben noch nie so viel Schläge einstecken müssen.“ Gemeint waren die Reaktionen in den sozialen Netzwerken auf die Baumaßnahmen in der Innenstadt im Rahmen der Stadtsanierung. Von den Verkehrsbehinderungen vor allem betroffen seien Gewerbetreibende, Dauerparker und Kunden gewesen. Einige hätten ihrem Unmut über das Internet Luft gemacht , sagte Hoth: „Das haben wir noch nicht erlebt. Und es war schwer zu ertragen.“ Die veränderten Parkbedingungen bewirkten, dass nun – so Hoth – die so genannten Dauerparker nicht mehr die Parkplätze blockierten. Andererseits blieben jedoch auch die erhofften Besucherströme der LGS, die den Weg in die Innenstadt suchten, aus. Die Besucherfrequenz, bilanzierte Klaus Hoth, sei noch nicht so stark wie erhofft. „Der große Knall ist es noch nicht, dennoch ist die LGS ein großer Segen für uns“, sagte Hoth.

Die Lichterstadt und die Eisbahn stünden in diesem Jahr, so der WVE-Vorsitzende weiter, noch auf wackeligen Füßen, denn die Kosten für Strom und Werbung seien allein nicht mehr zu tragen. Hoth: „Wenn sich die Stadt zukünftig nicht daran beteiligt, schaffen wir das finanziell nicht mehr.“ Mit Stromkosten von 12  000 bis 14  000 Euro sei die Eisbahn die Hauptlast.

Zufrieden zeigte sich Klaus Hoth dagegen mit dem Sommer- und dem Maibaumfest, ganz besonders aber mit dem Schottenfest im vergangenen Jahr: „Das war eine tolle Sache. Zum ersten Mal ist es in Eutin zum Austausch mit Flüchtlingen gekommen“, so Hoth.

Der Antrag Finn Pitzners, den ersten Vorsitzenden der WVE künftig durch die Mitglieder – statt wie bisher aus der Mitte des Vorstandes – wählen zu lassen, wurde mit 24 Nein-Stimmen, vier Enthaltungen und einer Ja-Stimme abgelehnt. Pitzners Erklärung für diesen Vorschlag: „Die WVE braucht einen kräftigen Vorsitzenden mit entsprechendem Votum in der Stadtpolitik.“ Detlef Zinn hielt dagegen: „Damit würde man die Arbeit von Herrn Hoth in Frage stellen.“ Allgemeine Bestätigung fand auch Zinns Argument: „Und es hieß ja nicht umsonst immer, dass wir einen Killer als Vorstand haben.“

Zu Diskussionen unter den Anwesenden führte auch die Wahl des WVE-Vorstands. Sowohl der Erste Vorsitzende Klaus Hoth als auch Vorstandsmitglied Hans-Wilhelm Hagen wollten nicht für eine weitere zweijährige Wahlperiode kandidieren. Da aktuell jedoch keine Nachfolger zur Verfügung standen, erklärten sich beide bereit, ihre Ämter bis zum Ende dieses Jahres nochmals zu besetzen. In einer außerordentlichen Versammlung gegen Ende dieses Jahres sollen dann erneut Wahlen stattfinden. „Bis dahin“, erklärte Hans-Wilhelm Hagen, „können sich Interessierte bei uns melden oder mal als Gäste an den Veranstaltungen teilnehmen, uns kennen lernen.“ Als neues Mitglied begrüßten die Anwesenden Manfred Reinhardt in ihren Reihen.

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