Wirtschaft zittert vor dem Ausbau der A 7

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11. Januar 2014, 00:34 Uhr

Einbrechende Touristenzahlen, Millionenverluste für Spediteure und Probleme bei der Postzustellung – Mitte des Jahres soll der sechsspurige Ausbau der Autobahn 7 beginnen, und die Sorgen der Wirtschaft in Schleswig-Holstein, regelrecht abgehängt zu werden, sind gewaltig.

„Vom Prinzip her ist das nichts anderes als eine Verlängerung der Sanierung der Rader Hochbrücke“, sagt Thomas Rackow vom Logistikverband Schleswig-Holstein. Verluste in Höhe von Hunderten Millionen Euro sieht der Verbandschef auf die Spediteure zukommen. Bis heute ist die Hochbrücke für Schwerlasttransporte gesperrt. Die Zukunft ist bislang unklar. Am Montag will sich Verkehrsminister Reinhard Meyer (SPD) zum Stand der Ausbauplanungen äußern.

Krisenstimmung auch in der Tourismusbranche. „Unsere Destinationen sind alle schwer zu erreichen“, fasst Catrin Homp vom Tourismusverband Schleswig-Holstein die Verkehrssituation zusammen – und die Bauarbeiten auf der A 7 könnten das nochmals verschärfen.

Schnell könnten Schleswig-Holsteiner überall im Land dies zu spüren bekommen – selbst, wenn sie weitab der A 7 wohnen. „Da alle Briefe und Pakete in Schleswig-Holstein auf der Straße und nicht mit der Eisenbahn transportiert werden, müssen wir mit Beeinträchtigungen unserer Logistik durch die Bauarbeiten an der A 7 rechnen“, räumt ein Sprecher der Deutschen Post in Hamburg ein.

Dass der Ausbau wichtig ist, bezweifelt niemand. „Es besteht dringender Handlungsbedarf“, sagt Sebastian Schulze vom Unternehmensverband Nord (UVNord). Allerdings gibt er zu bedenken, dass die Überdeckelung der A 7 in Hamburg und der gleichzeitige Ausbau der Autobahn einer Operation am offenen Herzen gleiche.

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