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Ostholsteiner Anzeiger

16. Dezember 2017 | 04:48 Uhr

„Wir wollen die Kreativen vernetzen“

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Die beiden Unternehmerinnen Martina Baumgardt und Katharina Knieß haben eine Bürogemeinschaft für Kulturkommunikation gegründet

shz.de von
erstellt am 09.Okt.2014 | 05:43 Uhr

Das kulturelle Angebot in der Rosenstadt ist groß, aber jeder koche sein eigenes Süppchen. Das wollen Katharina Knieß (53) und Martina Baumgardt (50) ändern. In ihrer neuen Bürogemeinschaft in der Plöner Straße 36 arbeitet die ausgebildete Grafikdesignerin Martina Baumgardt, die auch für ihre Kung-Fu-Schule bekannt ist, mit der PR-Frau und Kunstdozentin Katharina Knieß aus München zusammen.

Das erste gemeinsame Projekt seit der Büroeröffnung war „Seefahrt kriminell“ – eine Lesung an Bord der Freischütz, die laut der Organisatorinnen bestens besucht war und im nächsten Jahr wiederholt werden soll. „Ich habe die Ideen und Martina kann die dann perfekt grafisch umsetzen“, erklärt Knieß die Zusammenarbeit. „Sie macht den Inhalt und ich die Form“, fasst Baumgardt zusammen. Diese Schnittmenge bei gemeinsamen Projekten gebe es immer wieder, so auch bei der Ausstellung von Achim Tsutsui, die in Form eines Kunstsalons vom 6. November bis 18. Dezember in den Räumen der Immobiliengesellschaft „Im Norden“ geplant ist.

Doch beide arbeiten auch getrennt voneinander: So gibt Katharina Knieß diverse Kurse an den Volkshochschulen in Eutin, Süsel und Lensahn, führt auf Kunstexkursion durch die Rosenstadt und hilft Künstlern oder Unternehmen bei der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Knieß: „Künstler haben oft Angst, sich selbst zu verkaufen, doch darum geht es nicht.“ Sie helfe bei der Frage nach dem „Wie“, wenn es um Öffentlichkeitsarbeit geht.

Martina Baumgardt unterstützt mit ihrer Arbeit auch regionale und lokale junge Künstler aber auch Unternehmen – insbesondere bei der grafischen Gestaltung eigener Webauftritte, Flyer oder Visitenkarten.

Die Bürogemeinschaft für Kulturkommunikation will darüber hinaus für die Vernetzung sorgen und die Hemmschwellen vor Kunst abbauen. So sollen junge Weberschüler beispielsweise die Möglichkeit haben, in ihrem Büro ihre erste kleine Ausstellung zu organisieren oder ihre Arbeiten vorzustellen.

„Wir planen noch ganz viel. Aber wir sind erst am Anfang und wollen uns auch inspirieren lassen, von den Ideen anderer“, sind sich beide einig. Die Finanzierbarkeit stehe bei den selbstständigen Frauen im Vordergrund. Dennoch betont Katharina Knieß: „Wenn ich etwas veranstalte, muss das liebevoll sein und den Menschen etwas mitgeben und eben nicht unter dem Motto stehen: ‚Ich will euer Geld.‘“



Infos unter www.tipp-presse.de oder www.grafik-kunst.com

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