„Wir schaffen das nur gemeinsam“

Die Stadtsanierung soll gut vermarktet werden, das betonten Bürgermeister und Stadtmanagerin. Sie wollen die Baustelle feiern: mit Maskottchen, Festen, Führungen und Mitmachaktionen für Kinder.
Die Stadtsanierung soll gut vermarktet werden, das betonten Bürgermeister und Stadtmanagerin. Sie wollen die Baustelle feiern: mit Maskottchen, Festen, Führungen und Mitmachaktionen für Kinder.

Im Mai soll in der Peterstraße mit dem Bau begonnen werden / Kaufleute äußern Sorgen / WVE-Vorstand zuversichtlich

shz.de von
11. November 2016, 00:29 Uhr

Das gemeinsame Treffen zwischen Verwaltung, Wirtschaftsvereinigung (WVE) und Fraktionsvorsitzenden zum Thema Stadtsanierung am Mittwochabend war ein Erfolg: War vorher vereinzelt noch zu hören „Wir müssen die Sanierung stoppen“, so klingen die Stimmen nach dem Treffen zuversichtlich.

„Es wurde gut und kontrovers diskutiert. Das ist wichtig in diesem Prozess, in dem wir alle zusammen wachsen müssen“, sagte Stadtsprecherin Kerstin Stein-Schmidt. Denn auch wenn die Stadt mit dem großen Sanierungsprogramm bereits im Juni 2015 begonnen hat, jetzt kommt die Stadtsanierung direkt vor den Türen der Geschäftsleute an. Gesprächsbedarf wurde früh signalisiert – seitens der Kaufleute und der Verwaltung. Jetzt, nach dem Wechsel im Chefsessel des Rathauses, lud auch Bürgermeister Carsten Behnk alle Beteiligten an einen Tisch. „Die Kaufleute konnten ihre Sorgen und Ängste äußern und wir vieles davon beseitigen. Das war gut“, so Stein-Schmidt.

„Wir haben deutlich gemacht, das viele der Geschäftsleute besorgt sind, ob sie das nach den Einbußen des Sommers überstehen. Es gibt Untersuchungen von Umsatzeinbrüchen zwischen 30 und 70 Prozent aufgrund von Sanierungen. Das überlebt Eutin nicht. Aber da waren wir uns alle einig“, erklärt Thomas Menke vom WVE-Vorstand. Er sei schließlich mit einer viel positiveren Einstellung nach Hause gegangen, empfand das Gespräch als „sehr gut“. Menke: „Wir schaffen das nur gemeinsam. Das ist die einzige Chance, die wir jetzt haben.“ Er sei sehr angetan gewesen vom Interesse der Verwaltung und von Bauamtsleiter Bernd Rubelt, der von einem „engen Miteinander“ gesprochen habe. In der WVE-Sitzung am 22. November, ab 19 Uhr im Brauhaus, will der Vorstand seine Mitglieder über Aktuelles zur Stadtsanierung informieren, über das Thema Baustellenmanager sprechen, den es ab Januar als Ansprechpartner für die Stadt und Kaufleute geben soll. „Es wird jemand aus dem WVE-Vorstand werden“, sagte Menke. Als Baubeginn in der Peterstraße ist der Mai geplant, von welcher Seite jedoch mit den Arbeiten begonnen wird, sei noch offen, hieß es aus dem Rathaus. Jetzt werde geprüft, inwiefern die Vorschläge und Wünsche der Kaufleute umgesetzt werden können. So schlug Menke vor, dass die lärmenden Arbeiten am liebsten bis halb zehn Uhr morgens und ab 17 Uhr abends stattfinden sollen, damit das Einkaufen in Ruhe erfolgen kann. „Die Zuwegung zu allen Geschäften wurde uns garantiert, es soll in kleinen Baufeldern abschnittsweise gearbeitet werden. Großartig finde ich, dass im Weihnachtsgeschäft nicht gebaut werden soll“, so Menke. Sein Wunsch: „Wir sollten nicht von Sanierung reden, als läge Eutin in Trümmern. Sondern eher vom Umbauen und Verschönern.“

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