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Ostholsteiner Anzeiger

22. August 2017 | 08:08 Uhr

Malente : „Wir haben nichts zu verstecken“

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Kies-Unternehmer Johann-Peter Wandhoff verwahrt sich gegen Vorwürfe der Bürgerinitiative „Gegen den Naturabbau“ aus Kreuzfeld

Der Streit zwischen der Kreuzfelder Bürgerinitative „Gegen den Naturabbau“ und den Kies-Unternehmern Johann-Peter und Volker Wandhoff geht in eine neue Runde. Im OHA-Gespräch wies Johann-Peter Wandhoff gestern Behauptungen vom Sprecher der Bürgerinitiative, Rolf Röhling, zurück, er – Wandhoff – habe juristische Schritte gegen einen Redakteur eingeleitet und ihm das Betreten des
Kiesabbaugeländes verboten.

„Ich habe in der Sache keinen Rechtsanwalt eingeschaltet und keinem Journalisten das Betreten unseres Kiesabbaugeländes verwehrt. Bei uns ist jeder Journalist willkommen. Wir haben hier nichts zu verbergen“, versicherte Johann-Peter Wandhoff gestern und forderte die Offenlegung des angeblichen Schreibens des Rechtsanwaltes durch den Sprecher der Initiative. Wandhoff: „Dieses Schreiben gibt es nicht.“

Auch ein Reitverbot auf den öffentlich genutzten
Wegen seines Geländes in Kreuzfeld hätten weder Johann-Peter Wandhoff noch sein Sohn Volker Wandhoff ausgesprochen. Lediglich das bisher viele Jahre lang geübte Reiten durch den privaten Wald über schmale Wege und vor allen Dingen Knicks habe er Angelika Kämmerer und Günther Kruse und ihren Gästen vom Reiterhof Heubeukenberghof in Oberkleveez jetzt untersagt. „Aus Enttäuschung über deren Haltung zum Kiesabbau habe ich meine bisherige Großzügigkeit überdacht“, sagte Wandhoff und wies auch gestern gleich höflich eine Reiterin mit ihrem Pferd zurück.

Und auch das Verhalten der SPD-Landespolitikerin Regina Poersch findet Johann-Peter Wandhoff nicht in Ordnung: „Frau Poersch hat unser Kieswerk noch nicht einmal betreten und weiß offensichtlich gar nicht, was hier alles für den Naturschutz getan wird.“ Der damalige Umweltminister Prof. Berndt Heydemann habe den Kiesabbau in Kreuzfeld im heutigen Umfang noch genehmigt – sogar mit der Auflage, die Waldfläche zu verdoppeln. Das sei heute noch Grundlage für den bereits seit 1924 weit vorher in Kreuzfeld betriebenen Kiesabbau.

Wandhoff: „Der Kiesabbau ist in die Zukunft gerichtet und sichert hier immerhin knapp 30 Arbeitsplätze.“ Der Kies-Unternehmer bekräftigte: „Wir haben hier nichts zu verstecken und wenn Fehler gemacht werden, dann halten wir auch den Kopf dafür hin.“ Das übrigens müsste auch Rolf Röhling als Teilnehmer einer öffentlichen Führung im Sommer wissen.


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erstellt am 16.Okt.2014 | 11:41 Uhr

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