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Gartenschau in Eutin : „Wir alle sind 2016 Gastgeber“

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

100 Teilnehmer beim dritten Bürgerforum zur Landesgartenschau. Wird Parken in der Innenstadt während der Veranstaltung teurer?

von
erstellt am 06.Apr.2014 | 14:27 Uhr

Die klare Zustimmung der Stadtvertreter zu den bisherigen Planungen bedeutet für die Macher der Landesgartenschau eine „gute Rückendeckung“. Das betonte Bauamtsleiter Bernd Rubelt beim Bürgerforum am Sonnabend im Kreishaus. Nach den Politikern sollen jetzt die Behörden und vor allem die Bürger überzeugt werden: Die Genehmigungsverfahren beim Naturschutz und die Absprachen mit den Anwohnern seien die nächsten Aufgaben, sagte Rubelt.

Dass mit der Landesgartenschau stark überwiegend positive Erwartungen für Eutins Entwicklung verbunden werden, zeigte eine – natürlich nicht repräsentative – Fragebogenaktion beim Bürgerforum am Sonnabend. Sie machte aber auch zu einem beträchtlichen Teil Sorgen der Teilnehmer in Sachen Kosten, Weiternutzung der Anlagen und Akzeptanz der Planungen für Seepark und Stadtbucht deutlich.

Als Geschäftsführer der städtischen Landesgartenschau GmbH (LGS) hob Rubelt vor rund 100 Gästen im Kreishaus hervor, dass die Stadt dem Unternehmen mit 7 Millionen Euro Budget einen strengen Finanzrahmen verordnet habe: „Mehr wird es nicht geben, damit müssen wir auskommen.“ Notwendig für das Gelingen der sechsmonatigen Veranstaltung 2016 sei ein „konstruktiv-kritischer Dialog“ mit den Einwohnern Eutins und der umliegenden Gemeinden. Dazu werde es weitere Bürgerforen geben, das nächste voraussichtlich mit Informationen zur Bauphase im nächsten Jahr auf dem Gartenschau-Gelände.

Am Sonnabend standen die bisherigen Planungen zur Verkehrsführung, zu Gärtengestaltungen sowie zu Gastronomie und Betreuungsangeboten während der Landesgartenschau im Mittelpunkt. „Wir alle sind 2016 Gastgeber“, appellierte Jürgen Bröker-Wolf, Vorsitzender des Fördervereins, an die Eutiner. Sein Verein verstehe sich als „permanentes Forum für die Bürgerbeteiligung“ und werde sich durch Spenden und Engagement für den Erfolg der Gartenschau einsetzen.

Professor Herbert Staadt stellte die Verkehrsplanung vor. Autos sollen, auch durch gezielte Navi-Hinweise, über die Röntgenstraße zu kostenfreien Parkplätzen an der Rettberg-Kaserne und im neuen Gewerbegebiet gelenkt werden. Von dort und vom Bahnhof bringen Shuttle-Busse die Gäste zum Haupteingang an der Oldenburger Landstraße. Ein zweiter Eingang ist am Schloss geplant, ob ein dritter Zu- und Ausgang am Rosengarten kommt, ist noch offen.

Damit die Innenstadt nicht vor Besucherautos überquillt, sollten die Parkplätze hier, auch am Jungfernstieg, während der Landesgartenschau teurer als bisher vermarktet werden, empfahl Staadt. Für Aufsehen sorgte die Aussage, dass auf dem Gartenschau-Gelände Radfahren nicht erlaubt sein wird. Begründung: Anders ließen sich Zusammenstöße mit den Fußgängern nicht vermeiden. Vertreter der Fahrradinitiative Eutin forderten daraufhin genügend Abstellplätze für Räder am Bahnhof und an den Eingängen zur Gartenschau. Über einen Transport der Besucher mit der „Freischütz“ zu verschiedenen Stationen wird noch verhandelt.

Für die Gestaltung von Themengärten sollen Eutins Berühmtheiten wie Weber und Voß oder hier gedrehte Filme bedacht werden; ein grünes Klassenzimmer, essbare Blumen, ein Bauerngarten, sind weitere Ideen, die Landschaftsplaner Joachim Naundorf genannt bekam. Bei der Gastronomie steht Eutins Anspruch als Fairtrade-Stadt auf Wunsch der Bürger im Vordergrund.

 

 

 

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