Glatteis : Winterwetter legt Müllabfuhr lahm

Auch wenn die Straße geräumt ist - Schnee- und Eishaufen vor den Mülltonnen verhindern deren Abholung. Foto: crs
Auch wenn die Straße geräumt ist - Schnee- und Eishaufen vor den Mülltonnen verhindern deren Abholung. Foto: crs

Eis und Schnee der vergangenen Wochen haben nicht nur bei "normalen" Autofahrern für Probleme gesorgt.

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07. Januar 2011, 11:01 Uhr

Eutin | Zunehmend haben auch die Müllentsorgungsbetriebe Probleme, kleinere Straßen zu befahren. Leidtragende davon sind die Anwohner, deren Müll nicht oder nur verspätet abgeholt werden kann. Es kann sogar sein, dass eine Straße für Autos zwar befahrbar ist, der Müll jedoch trotzdem stehen bleibt. So wie in der Eutiner Fritz-Reuter-Straße, in der eigentlich am 30. Dezember die Gelbe Tonne, der Bio- und der Restmüll abgeholt werden sollte. Den Anliegern bleibt nur die Möglichkeit, ihren Müll in blaue Säcke zu füllen und bis zum nächsten Abfuhrtermin und vor den vollen Mülltonnen zu lagern. Ein Zustand, über den sich Rainer Hamer aufregt. "Es ist wirklich schön dort. Schwarze Möwen, große Mäuse, stinkender Müll", schildert er sarkastisch. "Vier Wochen Dreck und Chaos!"

Dem ZVO sind diese Probleme bekannt. Detlef Lichtenstein, Sprecher des ZVO, bittet um Verständnis. "Manchmal sind die Dinge eben wie sie sind". Denn dort, wo ein Auto durchkomme, erklärt Lichtenstein, sei oftmals nicht genug Platz für einen tonnenschweren Müllwagen. Dazu komme, dass der Zugang zu den Mülltonnen an vielen Stellen vereist oder von hohen Schneehaufen versperrt sei. Lichtenhagen macht den Gemeinden dabei gar keinen Vorwurf: "Ich kann die Gemeinden verstehen. Die können ja auch nicht alles zur gleichen Zeit machen." Trotzdem appelliert er an Bürger und Gemeinden. Es müsse ein Zusammenspiel von allen Beteiligten geben, damit Straßen und Fußwege so weit geräumt werden, dass die Müllwagen überall passieren können.

Die Stadt Eutin versuche ihr Bestes, um allen Anwohnern gerecht zu werden, erklärt Karen Dyck aus dem städtischen Bauamt. Aber angesichts der Wetterverhältnisse würden in erster Linie die Hauptstraßen und die von Bussen befahrenen Straßen geräumt.

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