Eutin : Winterruhe voller Arbeit im Schloss

Das Schloss Eutin steht 2015 vor neuen Herausforderungen: 30000 Besucher sind das Jahresziel der Stiftung.
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Das Schloss Eutin steht 2015 vor neuen Herausforderungen: 30000 Besucher sind das Jahresziel der Stiftung.

Kreisbauamt pocht auf Einhaltung von Fristen: Die Stiftung Schloß Eutin muss Auflagen für den Brandschutz erfüllen. Vorstand gesucht.

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05. Januar 2015, 11:10 Uhr

Ein turbulentes Betriebsjahr ging gestern für die Stiftung Schloß Eutin zu Ende. Zum letzten Mal standen die Museumsräume für Besucher offen, ab heute ruht der Publikumsverkehr bis Ende März. Intern aber gibt es für die Stiftung keine Pause: Sie muss bis zur Neueröffnung kurz vor Ostern ihre Führungsfrage ebenso zügig regeln wie die Erfüllung der Auflagen für den Brandschutz und eine Dauerkonzession für die Gastronomie.

Nach OHA-Informationen gab es dazu Mitte Dezember eine Krisensitzung für die Stiftungsvertreter im Kreisbauamt. Dort pochte die Aufsichtsbehörde mit der Androhung eines Ordnungsgeldes auf die Erfüllung der Auflagen, unter denen im April die baulichen Veränderungen im Museums- und Gastronomiebetrieb kurzfristig genehmigt worden waren. Der Stiftung wurden letzte Fristen gesetzt, um ein umfassendes Brandschutzkonzept und Planungen für mehr Barrierefreiheit vorzulegen.

Zuerst geht es vor allem um die Gewährleistung sicherer Fluchtwege im Brandfall für frei umhergehende Besucher; dieses Problem spielte für die Stiftung bereits Mitte Juni eine Hauptrolle bei der Trennung von der langjährigen Geschäftsführerin Dr. Julian Moser. Ihr Interims-Nachfolger Matthias Bönsel bestätigte dem OHA, dass nach dem Termin im Kreishaus eine Sicherheitswache für den Brandschutz beauftragt worden sei. 2015 solle es aber eine technische Lösung des Problems geben, die bisherige Alarmanlage sei ohnehin veraltet.

Bönsel dementierte zugleich, dass er im Dezember beim Land den Ausgleich eines rund 100000 Euro betragenden Verlustes im Jahresetat 2014 beantragt habe. „Wir haben kein Defizit gemacht, sondern es mussten noch Mittel im Baubereich umgeschichtet werden“, sagte er.

Nach OHA-Informationen hatten mehrere Baufirmen zuvor rechtliche Schritte angekündigt, um ausstehende Rechnungen beglichen zu bekommen. Diese Forderungen seien mittlerweile erfüllt worden, hieß es auf Nachfrage aus dem Kulturministerium.

Dort werden jetzt bis zum 16. Januar die Bewerbungen für die neue Stelle eines hauptamtlichen Vorstandes für die Stiftung Schloß Eutin erwartet. Gesucht wird eine „Persönlichkeit, die alles kann“, hat Staatssekretär Eberhard Schmidt-Elsaeßer die Messlatte hoch gelegt. Gefordert werden Ideenreichtum, Kommunikationstalent, Führungskompetenz, Teamfähigkeit, „ein abgeschlossenes, für diese Tätigkeit förderliches Hochschulstudium, nachweisbare kaufmännische Kompetenzen“ und auch Erfahrung im Umgang mit Behörden und Aufsichtsgremien.

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