Winterdienst in der Spardiskussion

Uwe Potz (CDU) schlägt vor, den Winterdienst weitestgehend einzustellen

shz.de von
17. September 2015, 19:13 Uhr

Kontrovers wurde die Zukunft der Malenter Straßenreinigung im Planungsausschuss diskutiert. Während Heino Küster (SPD) vorschlug, eine Kehrmaschine anzuschaffen, sympathisierte Gemeindevertreter Uwe Potz (CDU) mit der Idee, den Winterdienst nach skandinavischem Vorbild weitestgehend einzustellen. Anlass der Diskussion ist die geplante Neufassung der Straßenreinigungssatzung.

„Damit kann ich gut leben“, erklärte Potz zum Vorschlag, den Schnee künftig nicht mehr von den Straßen zu räumen. „Aber ich habe etwas dagegen, wenn eine 80-jährige Rentnerin die halbe Straße räumen muss.“ Unzufrieden zeigte sich Potz mit der Systematik der Schneeräumung. Er fragte, warum beispielsweise in der Wilhelm-Ehrich-Straße nicht geräumt werde, dafür aber in einem Teil der Kampstraße.

Genau diese Ungereimtheiten sollten mit der neuen Satzung beseitigt werden, erläuterte Karlheinz vom Bauamt. Er wies zudem darauf hin, dass die Gemeinde sich unter allen Umständen um Schulwege und Gefahrenzonen wie etwa die abschüssige Einmündung der Lindenallee in die Rosenstraße oder den Godenbergredder mit seiner Steigung kümmern müsse. Seinen Vorschlag für eine Kehrmaschine begründete Heino Küster mit den Gefahren, die für Grundstücksbesitzer mit dem Säubern des Rinnsteins an stärker befahrenen Landesstraßen verbunden seien.

Während Bauamtsleiterin Britta Deubel angesichts dieses Vorschlags die Arbeiten an der neuen Satzung erst einmal einstellen wollte, konnte sich Spindler mit der Idee anfreunden. Eine Kehrmaschine könnte der Verwaltung Ärger mit Grundstücksbesitzern ersparen, die ihrer Reinigungspflicht nicht nachkämen. „Wenn wir zehn anschreiben, melden sich sechs oder sieben und protestieren.“ Die Verwaltung wies allerdings darauf hin, dass die Kosten für die Kehrmaschine auf die Anlieger umgelegt werden müssten.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen