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Ostholsteiner Anzeiger

14. Dezember 2017 | 14:34 Uhr

Malente : Willy Dittmann trifft ins rote Herz

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Nach seiner spontanen Bewerbung gelingt Willy Dittmann der krönende Treffer beim Königsschießen des Malenter Schützenvereins.

shz.de von
erstellt am 04.Aug.2015 | 15:00 Uhr

Er konnte es zunächst selbst nicht fassen: Während um ihn herum der Jubel begann, stand Willy Dittmann reglos da. Er blickte verdutzt zum großen hölzernen Vogel, dem nun das Herz fehlte – Dittmanns Volltreffer hatte den roten Zielpunkt ausgelöscht, der Schützenverein Malente hat seit gestern Abend einen neuen König.

Dabei hatte der 78-Jährige sich erst gegen 14.30 Uhr zur Bewerbung entschlossen. Genauer gesagt: Er war vom zweiten Vorsitzenden des Schützenvereins, Rolf Jürgens, überredet worden, sich für das Königsschießen zu melden. So kurzfristig war sein Entschluss, dass Dittmanns Ehefrau Renate erst durch die nachmittags noch scherzhafte Begrüßung als „Frau Königin“ von der Teilnahme ihres Mannes erfuhr.

Der neue König ist seit dem Jahr 2004 Mitglied im Malenter Schützenverein und dort aktiver Kleinkaliber- und Luftgewehrschütze. Um die Königswürde bewarb sich der frühere Rettungsassistent beim Kreis Ostholstein allerdings zum ersten Mal. Nach 137 Schüssen setzte er sich schließlich gegen seine Mitbewerber Lothar Bruhn und Jürgen Möller durch.

Als einer der ersten gratulierte Dennis Dittmann seinem Großvater. Der im Rollstuhl sitzende 27-Jährige ist in Malente selbst Kleinkaliber- und Luftgewehrschütze. Auch der Vereinsvorsitzende und bisherige König, Karl-Heinz Speeth, war sofort zur Stelle, um seinem Nachfolger Glück zu wünschen.

Zur Seite stehen dem neuen Schützenkönig der erste Ritter Lukas Loewe, der zweite Ritter Björn Freiburg, die Schützenliesl Wallda Wagner und der Spaßkönig Andreas Holland. Als Kurgastkönigin wurde, wie bereits im vergangenen Jahr, Sybille Sorge aus dem niedersächsischen Butjadingen ermittelt. Der Hofstaat mitsamt Schützen marschierte zum Abschluss des Festes mit einem Fackelzug vom Vereinsgelände an der Neversfelder Straße zum Zapfenstreich in den Kurpark.


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