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Ostholsteiner Anzeiger

23. August 2017 | 12:36 Uhr

Wilhelmshöhe: Neuer Eigner, neue Probleme

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Die neuen Eigentümer der Eutiner Seniorenresidenz haben noch viel Arbeit vor sich

Als „asozial“ bezeichnet Uta Feldmann den Umgang der neuen Eigentümergesellschaft der Seniorenresidenz Wilhelmshöhe mit den hiesigen Bewohnern. „Es blickt keiner mehr durch, wer was macht, man erfährt nichts über den neuen Besitzer“, klagt Feldmann. „Es wurde uns versprochen, dass es besser wird, aber nichts passiert. Das Einzige, was noch funktioniert, sind Heizung, Strom und Wasser.“ Der Grund für die Entrüstung der Tochter einer Residenz-Bewohnerin: Seit mehr als zwei Wochen versagen die Telefonanschlüsse der Wilhelmshöhe ihren Dienst. Das ist nicht nur aufgrund der Weihnachtszeit ein Ärgernis, für Uta Feldmann bieten die Kontaktschwierigkeiten auch Anlass zur Sorge, lebten dort schließlich Menschen, die im Notfall zuverlässig medizinisch versorgt sein müssten.

Wie steht es jetzt eigentlich um die Seniorenresidenz Wilhelmshöhe? Die Frage der Eigentümerschaft blieb lange unbeantwortet. Im März 2015 hatte die RHG Wilhelmshöhe GmbH mit Sitz in Hamburg die Seniorenresidenz gekauft. „Seitdem war alles in der Schwebe“, erklärt RHG-Geschäftsführer Eduard Reidel. Denn die Alteigentümer der Anlage – Familie Ohlmann – wollten zunächst an Unternehmer Carsten Maßmann verkaufen (wir berichteten). Zwar wurde dieser ins Grundbuch eingetragen, ließ jedoch mit den Zahlungen der 4,5 Millionen Euro auf sich warten. Ohlmann wollte daraufhin die Rückabwicklung des Vertrags durchsetzen. Die Folge war ein fast zwei Jahre andauernder Gerichtsstreit beider Parteien. Reidel: „Unsere Grundbucheintragung war nachrangig zu der von Maßmann und ist erst dann automatisch nachgerückt, als seine Eintragung gelöscht werden konnte.“ Seit dem 28. Dezember 2015 ist die RHG Wilhelmshöhe GmbH offizieller Eigentümer der Seniorenresidenz Wilhelmshöhe. „Wir sind froh, dass es jetzt geklappt hat und die Eigentumsverhältnisse endlich geklärt sind. Wir haben schon viel Zeit und Arbeit investiert.“ Eduard Reidel weiß um mögliche Hürden wie den Leerstand von aktuell fast 90 Wohnungen der Seniorenresidenz. „Wir werden sanieren, viel Aufwand betreiben, damit die Anlage wieder Form und Gestalt annimmt.“ Die Abschaltung der Telefonanlage habe aber auch ihn „kalt erwischt“. Seite 3

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erstellt am 22.Dez.2016 | 12:52 Uhr

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