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Ostholsteiner Anzeiger

23. August 2017 | 14:43 Uhr

Malente : Wiesenweg: Ausbau vertagt

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Der Planungsausschuss will erst klären, wie es mit dem Sportplatz Ringstraße weitergeht, bevor umliegende Straßen ausgebaut werden.

Die Anlieger in Wiesenweg, Gremskampstraße und Ringstraße, die aus finanziellen Gründen einem Ausbau ihrer wassergebundenen Straßen skeptisch gegenüberstehen, können vorerst aufatmen. Der Planungsausschuss hat den Ausbau der drei Straßen bei den Haushaltsberatungen am Dienstagabend erneut vertagt. Dabei zeigten sich die Ausschussmitglieder ausgesprochen einig.

Eigentlich hatte sich die Politik den schrittweise Beseitigung wassergebundener Straßen seit langem auf die Fahnen geschrieben. Ganz oben auf der Prioritätenliste steht der Wiesenweg. Eine Planung, die den Erhalt der Bäume vorsieht, liegt bereits vor. Es folgen die Gremskampstraße und die Ringstraße, für die eine Planung noch nicht erfolgt ist.

Ausschlaggebend für die Entscheidung waren neben der finanziellen Situation der Gemeinde und einer überwiegend ablehnenden Haltung der Anlieger auch die ungewisse Zukunft des Sportplatzes Ringstraße mitsamt seiner Halle aus den 20er Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Der Sportwissenschaftler Prof. Robin Kähler hatte erst im September bei einem Vortrag zur Zukunft der Malenter Sportstätten vorgeschlagen, die gesamte Sportanlage in ein Baugebiet umzuwandeln und das durch Grundstücksverkäufe eingenommene Geld in Neubau oder Sanierung von Sportstätten zu stecken. Um hier konzeptionell voranzukommen, hat der Ausschuss 20 000 Euro für ein Sportstättenentwicklungskonzept bewilligt.

Als Ausschussvorsitzender Klaus Schützler (CDU) vor diesem Hintergrund als erster dafür plädierte, die Ausbauplanungen abermals zurückzustellen, rannte er damit bei Gemeindevertreter Peter Sauvant (Grüne) offene Türen ein. „Es wäre absurd, wenn der Sportplatz zum Baugebiet wird und wir die ausgebauten Straßen wieder zerfahren“, erklärte er. Ausschussmitglied Heino Anders (SPD) hob auf den Unwillen der Anwohner ab: Bei einer Einwohnerversammlung seien lediglich vier Prozent für einen Ausbau gewesen, 76 Prozent hätten jedoch dagegen votiert, der Rest habe sich enthalten.

Bei Bürgermeister Michael Koch fiel die Entscheidung auf positive Resonanz: Es sei sinnvoll, zunächst ein Wohnstättenkonzept zu entwickeln, anstatt dem Wohngebiet erst später ein Konzept überzustülpen. Allerdings mahnte der Verwaltungschef auch, dass aufgeschoben nicht aufgehoben bedeute: „Wir dürfen die Maßnahme nicht auf den St.-Nimmerleinstag verschieben.“ Durch das geplante Stadtentwicklungskonzept (Isek) sei gewährleistet, dass die Bürger bei den Planungen einbezogen würden, argumentierte Koch. Für das Isek, das er seit langem fordert, sind zunächst einmal 70 000 Euro im Haushalt vorgesehen. Gudrun Förster (CDU) deutete allerdings an, dass sich ihre Fraktion auch eine höhere Summe vorstellen kann.

 

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erstellt am 31.Okt.2013 | 05:00 Uhr

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