zur Navigation springen
Ostholsteiner Anzeiger

20. Oktober 2017 | 16:32 Uhr

Wiesenhof: Semmelhaack plant 36 Wohnungen

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Elmshorner Unternehmen will 4,8 Millionen in Fissau investieren, Ausschuss fordert mehr Parkplätze pro Wohneinheit / Dorfvorstand fürchtet wildes Parken am Hang

shz.de von
erstellt am 12.Jan.2016 | 00:38 Uhr

Auf der Fläche des ehemaligen Hotel- und Appartmenthaus-Komplexes Wiesenhof in Fissau sollen 36 Wohnungen verteilt auf insgesamt drei einzelne Häuser entstehen. Die Wohnungen mit einer Größe von 50 bis 75 Quadratmetern sollen allesamt zur Miete für Menschen älter als 60 Jahre sein.

4,8 Millionen Euro investiert das Elmshorner Unternehmen Semmelhaack laut Pressesprecher Hartmut Thede, 40 Prozent der Wohnungen sind öffentlich gefördert. Thede ist überzeugt davon, dass die 36 Mietwohnungen schnell vergeben sein werden: „Wir haben immer noch eine Warteliste von Menschen die nach Eutin wollen und damals am Kleinen See keinen Platz mehr bekommen haben. Für den Wiesenhof haben wir uns, genau wie damals am Kleinen See, wegen der besonderen Qualität der Lage entschieden.“ Thede rechnet im Sommer mit dem Satzungsbeschluss. „Wenn wir Baubeginn am 1. August haben, können die Menschen ein Jahr später einziehen.“

Der Stadtentwicklungsausschuss hat in seiner jüngsten Sitzung über das geplante Wohnprojekt diskutiert. Fissaus Dorfvorstand Manfred Raddatz äußerte die Sorge, dass die Besucher der Anlage wegen unzureichender Parkplätze auf dem Gelände selbst, am Hang parken. „Das geht auf gar keinen Fall, dann gibt es eine Rebellion.“ Raddatz schilderte die Angst der Bewohner vor einem riesigen Wohnkomplex, der dem Standort nicht gerecht werde. Dagegen verwehrten sich auch die Ausschussmitglieder und forderten mehrheitlich die Verwaltung dazu auf, die Baufenster – also den Raum, in dem gebaut werden darf – enger um die geplanten Gebäude zu ziehen, sodass ein zusammenhängender Komplex nicht möglich wird. Außerdem forderten die Ausschussmitglieder, den sonst üblichen Schlüssel, wonach Parkplatzflächen für Wohnanlagen berechnet werden, von sonst 0,75 pro Wohneinheit auf eins heraufzusetzen. „Es darf uns nicht noch einmal passieren, dass für 200 Wohnungen nur drei Besucherparkplätze geplant sind, die man sich dann auch noch mit Pflege- und Essensdienst teilen muss, wie beim Projekt am Kleinen See“, machte Christiane Balzer (Grüne) deutlich.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen