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Ostholsteiner Anzeiger

11. Dezember 2017 | 12:56 Uhr

Wiesenhof-Bebauung genehmigt

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Stadtentwicklungsausschuss gab nach intensiver Diskussion endgültig grünes Licht für 36 altengerechte Wohnungen in Fissau

von
erstellt am 24.Jun.2016 | 11:45 Uhr

Die selbst abends noch herrschende Hitze hatte am Donnerstag die Diskutierfreude der Kommunalpolitiker im Ausschuss für Stadtentwicklung nicht gedämpft: Mehr als drei Stunden dauerte eine Sitzung im Bauamt, in der es hauptsächlich um fünf Bebauungspläne sowie einen Antrag der CDU ging. Trotz teilweise intensiver Diskussionen passierten alle Vorlagen den Ausschuss einmütig oder mit großer Mehrheit.

Zustimmung erntete die CDU mit dem Begehr, zwei vorhandene Gutachten zur Verkehrsentwicklung in der Stadt gegenseitig und möglichst noch dieses Jahr anzupassen. Das war das Ziel eines Antrages mit der Überschrift „Gesamt-Mobilitätskonzept“: Obwohl Bauamtsleiter Bernd Rubelt den Hinweis gab, dass die Gutachter bereits begonnen hätten, ihre Konzepte anzugleichen, unterstrich der Ausschuss noch einmal einstimmig, dass dies bis Jahresende auch erfolgt sein soll.

Intensive Erörterungen gab es noch einmal zum Bebauungsplan 132, der den Bau von insgesamt 36 altersgerechten Wohnungen in drei Gebäuden in Fissau auf dem Grundstück des ehemaligen Hotels Wiesenhof regelt: Bevor schließlich doch einstimmig der Satzungsbeschluss genehmigt wurde, bot vor allem die Zahl der ausgewiesenen Parkplätze den Anlass für Diskussionen: Jeweils ein Stellplatz pro Wohnung, da fehle dann Parkraum für Besucher, bemängelte Heinz Lange (FWE). Bernd Rubelt stellte klar, dass die städtische Satzung bislang einen Schlüssel von 0,75 Stellplätzen pro Wohnung vorgesehen habe und erst von August dieses Jahres an eine neue Satzung in Kraft trete, die auf einen Stellplatz erhöhe – was in der Planung für das Projekt der Firma Semmelhaack in Fissau bereits berücksichtigt sei. Rubelts Empfehlung, einen verabschiedungsreifen Plan nicht noch einmal wegen dieser Frage zurückzustellen, da auf dem Gelände kaum Platz für weitere Stellplätze sei, wurde schließlich doch befolgt.

Während der Beschluss für Fissau einstimmig erfolgte, gingen die Meinungen bei einem neuen Baugebiet in Neudorf in Nachbarschaft zur Anny-Trapp-Straße auseinander. Mit neun Stimmen gegen das Votum der beiden Grünen fiel der Entwurf- und Auslegungsbeschluss für den B-Plan 119. Er sieht den Bau von bis zu 65 Einfamilienhäusern vor, wobei die Grundstücke bis zu 500 Quadratmeter klein werden können. Mit dem Beschluss wurde der Plan leicht geändert, so soll die Fußweg-Planung großzügiger ausfallen und auch in einigen Bereichen der Bau von Doppelhäusern möglich werden. Die Grünen kritisierten die Pläne angesichts der Baudichte als „70er-Jahre-Planung“.

Ebenfalls 9 zu 2 Stimmen gab es für die Verabschiedung eines Bebauungsplanes, der einen Neubau in der Lücke der Albert-Mahlstedt-Straße regelt. Die CDU hatte moniert, dass in dem Plan eine Pflanzung als Ersatz für einen ehemals vorhandenen großen Baum fehlt.

Jeweils einstimmig passierten den Ausschuss zwei Pläne, die das Einzelhandelskonzept der Stadt spiegeln. Vor allem geht es um die Regelung, dass außerhalb der Innenstadt keine neuen, klassischen Einzelhandelsmärkte mehr zugelassen werden sollen.

So soll verhindert werden, dass sich an der Hospitalstraße zwischen Elisabeth- und Janusstraße ein weiterer Einkaufsmarkt in dem Gebäude eines ehemaligen Baumarktes ansiedeln könnte. Und eine ähnliche Vorgabe wurde per Satzungsbeschluss für das Gewerbegebiet am Ortsausgang zwischen Lübecker Landstraße und Bahnlinie beschlossen.


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