Wie halten Sie es eigentlich mit dem Datenschutz im Netz?

tim seidensticker
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shz.de von
27. Januar 2015, 10:52 Uhr

Facebook, Whats App und Google sind für die junge Generation Dinge des alltäglichen Lebens. Aber wie gut sind die Eutiner über den Datenschutz im Netz informiert? Wir, Zoe Schirren und Constanze Emde, haben aus Anlass des heutigen europäischen Datenschutztages in der Innenstadt nachgefragt. Dabei wurde schnell klar: Die angesprochenen Jugendlichen sind über die Risiken sehr informiert, sagen aber auch „das ist längst nicht bei allen Altersgenossen der Fall“.

Finn Schädlich (17) aus Eutin: „Bei meinem Facebook-Profil habe ich alle Einstellungen auf privat, so können sie nur meine Freunde und nicht auch noch deren Freunde sehen. Ich verwende nicht überall meine Haupt-E-Mailadresse und poste sonst wirklich wenig. Facebook nutze ich eigentlich nur noch zum Chatten mit den Leuten, die noch kein WhatsApp haben.

Tim
Seidensticker (18) aus Eutin: „Das freie Netz gibt es nicht. Ich finde es schlimm, wie Google und andere Konzerne mit Daten handeln. Informationen sind im Netz die neue Währung. Wenn ich mir bei Youtube Videos anschaue, bekomme ich immer Anglerwerbung angezeigt, weil das mein Hobby ist und ich entsprechend im Netz unterwegs bin.“

Finn Götz (18) aus Eutin: „Ich hab das Buch von Glenn Greenwald ‚Die globale Überwachung‘ gelesen und klebe seitdem auch meine Kamera am Laptop zu, weil ich die Vorstellung gruselig finde, dass sich von extern jemand Zugriff verschaffen kann. Auch bei Standortabfragen verweigere ich den Zugriff auf meine Daten. Eine App hat es nicht zu interessieren, wo ich bin.“

Manfred Krupke (72) aus Eutin: „Es wird ein zu großes Tara um Datenschutz gemacht. Die Jugendlichen sind selbst Schuld wenn sie so dumm sind, ihre Daten im Netz preis zu geben. Ich habe meine Daten nirgendwo im Internet angegeben und nutze das Internet nicht. Bilder kann ich auch als MMS verschicken und es reicht schon, dass die Bank meine Daten hat.“

Heiko Penzialek (38) aus Pönitz: „Ich habe als allgemeinen Schutz eine normale Firewall installiert. Bei Facebook poste ich keine Bilder und nutze es kaum. Mit Onlinewerbung und -einkäufen habe ich bisher keine schlechten Erfahrungen gemacht. Den wenigen Apps die ich nutze – WhatsApp gehört noch nicht dazu – erlaube ich keinen Zugriff auf meinen Standort.“

Ina Zurr (52) aus Hamburg: „Ich habe eine E-Mail-adresse, einen Stay- Friends-Account und WhatsApp. Bilder verschicke ich im Netz aber nicht, nur mein Hund ist per Foto online. Mit Aussagen bin ich sehr vorsichtig, ich verabrede mich übers Netz eher für ein Telefonat oder Treffen. Online Banking nutze ich nicht, aus Angst, es könne etwas schief
gehen.“

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