„Wie ein Spiel ohne Grenzen“

Auf Zeit mussten die Mannschaften 13 Stationen durchlaufen.
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Auf Zeit mussten die Mannschaften 13 Stationen durchlaufen.

Elfte Auflage des Einsatztrainer-Cups der Polizeidirektion für Aus- und Fortbildung und der Bereitschaftspolizei Schleswig-Holstein

shz.de von
22. August 2018, 18:00 Uhr

Ein Wettlauf im Wald mit einem Handy als Staffelholz, ein „Was hat sich verändert“-Quiz in einer fiktiven Wohnung und Schießübungen – nur drei der 13 Stationen des 11. Einsatztrainer-Cups der Polizeidirektion für Aus- und Fortbildung (PDAFB) und der Bereitschaftspolizei Schleswig-Holstein. Der traditionelle Wettbewerb der schleswig-holsteinischen Einsatztrainer hatte es gestern wieder in sich. 65 Ausbilder von Polizei, Landeskriminalamt und der Steuerfahndung traten in Teams gegeneinander an. Alles sei ein bisschen „wie beim ,Spiel ohne Grenzen’ “, sagte Thomas Dannenberg vom Zentralen Einsatztraining der PDAFB.

Doch der vermeintlich spielerische Charakter hat einen ernsten Hintergrund. Geistige und körperliche Fitness benötigt der Beamte bei der Täterverfolgung – oder gar in Terrorlagen. Deshalb sollen die Einsatztrainer bei dem Wettbewerb in Stresssituationen gebracht werden, um die eigene Leistungsfähigkeit zu testen. Nebeneffekt: Der Gemeinschaftsgeist wird gefördert. „Ein Beamter ist nie allein unterwegs, die arbeiten immer im Team“, sagt Dannenberg. Und das bedeutet auch, Schwächere miteinzubinden und Führungspersonen aus der Mitte einer Gruppe zu wählen. „Sonst funktioniert der Einsatz nicht“, sagt Dannenberg.

Bei den meisten der Prüfungen war insofern auch Teamgeist gefragt. Und das jeweils unter Zeitdruck – denn an allen Stationen kämpften die Teams auch gegen die Stoppuhr der Schiedsrichter. So auch beim Staffellauf im Wald neben der PDAFB auf der Hubertushöhe. Fünf mal 350 Meter galt es hier zu absolvieren. Oder im Schießzentrum nicht nur möglichst fehlerfrei zu schießen, sondern auch noch eine auseinandergebaute Waffe funktionsfähig zusammen zu setzen. Klassiker wie diese im Cup wechseln sich mit ein, zwei neuen Übungen pro Jahr ab, so Dannenberg.

Ein Urgestein des Cups ist Marc Petersen von der Polizeidirektion Flensburg. Der Polizeihauptmeister hat bereits zum elften Mal teilgenommen. „Man kommt gerne – und vor allem freiwillig“, sagt der 47-Jährige augenzwinkernd. Denn der Einsatztrainer-Cup sei keine gewöhnliche Dienstveranstaltung. Es gehe auch um das Zusammentreffen vieler der insgesamt 165 Ausbilder im Land. „Man hat sich einen Bekanntenkreis unter den Einsatztrainern aufgebaut und tauscht sich aus“, sagt Petersen, der mit seiner Mannschaft vor zwei Jahren sogar auf dem Siegertreppchen stand. Gestern reichte es nicht ganz für den 1. Platz. Den sicherte sich das Team der 1. Einsatzhundertschaft der Polizeidirektion für Aus- und Fortbildung und für die Bereitschaftspolizei. Dennoch: Die Gäste aus dem hohen Norden errangen „Silber“. Den 3. Platz sicherte sich das Team der Polizeidirektion Bad Segeberg.

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