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Ostholsteiner Anzeiger

21. Oktober 2017 | 19:54 Uhr

Wetterdienst sucht einen Beobachter

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Im Raum Schönwalde in der Nähe des Bungsberges sollen täglich Niederschlagsmengen und Schneehöhen gemessen und die Daten übermittelt werden

shz.de von
erstellt am 06.Apr.2017 | 17:45 Uhr

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) sucht einen Menschen, der in Schönwalde oder der näheren Umgebung (fünf Kilometer Radius) lebt und ehrenamtlich eine meteorologische Station betreuen möchte. Mit dieser werden in der nicht zuletzt durch ihre Topografie bedeutsamen Region Niederschlagsmengen und Schneehöhen registriert.

Der DWD betreibt in Deutschland ein Netz von nebenamtlichen Wetter- und Niederschlagsstationen. Bei diesem flächendeckenden Messnetz der Bundesbehörde spielen wetterbegeisterte Ehrenamtliche eine wichtige Rolle: sie helfen bei der Wetter- und Klimaüberwachung des nationalen Wetterdienstes.

Die vor Ort erzeugten meteorologischen Daten werden, wie in einer Pressemitteilung ausgeführt wird, vom Wetterdienst zum Beispiel für die Wettervorhersage oder für Gutachten bei Wetterschäden genutzt. Sie helfen aber auch, die Klimaveränderung in Deutschland genau zu erfassen und deren Folgen besser einschätzen zu können.

Für die Aufstellung der Messgeräte werde ein freies Gelände gebraucht. Als Vorgabe zur Messung von Niederschlägen gelte zum Beispiel ein Standort des Messgerätes, der die doppelte Entfernung zu der Höhe von Hindernissen wie Häuser und Bäume habe.

Der Beobachter (es kann natürlich auch eine Beobachterin sein) muss über einen Internetanschluss und ein internetfähiges Gerät zur Eingabe der Messungen verfügen. Die Aufgaben des Beobachters an einer Niederschlagsstation sind, täglich um 6.50 Uhr (während der Sommerzeit um 7.50 Uhr) die Niederschlagsmenge, die Höhe einer Schneedecke und den Zuwachs des Schnees zu messen. Diese Daten sollen dann täglich bis 8.15 Uhr (im Sommer 9.15 Uhr) über PC, Tablet oder Smartphone an den DWD geschickt werden. Die meteorologischen Daten der eigenen Station sind über eine Internetanwendung einsehbar. Im Falle einer Abwesenheit über mehrere Tage (Urlaub, Krankheit) sei es wichtig, dass es eine Vertretung gebe. „Wir wünschen uns eine langjährige Zusammenarbeit, um langjährige Messreihen zu erhalten oder bestehende langfristig zu sichern.“, heißt es weiter in der Mitteilung. Der Deutsche Wetterdienst zahle für die ehrenamtliche Tätigkeit eine jährliche Aufwandsentschädigung von 635 Euro. Die Messgeräte und Unterlagen werden bereitgestellt.

Wer Interesse hat, wendet sich an den Deutschen Wetterdienst, Regionale Messnetzgruppe Hamburg, Postfach 301190, 20304 Hamburg, oder er ruft Ulrike Siert (069/8062-6575) an oder er schickt eine E-Mail (ulrike. siert@dwd.de).




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