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Ostholsteiner Anzeiger

21. Oktober 2017 | 18:37 Uhr

Malente : Werkleiter Olaf Bennühr geht

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Der Leiter der Gemeindewerke geht nach über 15 Jahren Er wird im März Geschäftsführer eines Wasserversorgers in Brandenburg

shz.de von
erstellt am 23.Dez.2016 | 12:39 Uhr

Die Gemeinde Malente muss sich nach einem neuen Leiter für ihre Gemeindewerke umsehen. Die Gemeindevertretung erteilte in ihrer jüngsten Sitzung im nicht öffentlichen Teil ihre Zustimmung, Olaf Bennühr (50) vorzeitig aus seinem Vertrag zu entlassen. „Ich bin einstimmig als Geschäftsführer der ,Wasser Nord Verwaltungs GmbH‘ in Brandenburg bestellt worden“, sagte der Diplom-Ingenieur für Versorgungstechnik dem Ostholsteiner Anzeiger. Für ihn sei das eine hervorragende Chance. Regulär hätte er frühestens nach dem 30. Juni gehen können, nun sei der 28. Februar sein letzter Arbeitstag.

Das gut 30 Mitarbeiter starke Unternehmen mit Sitz in Hohen Neuendorf, 20 Kilometer nordwestlich von Berlin, kümmere sich für mehrere Gemeinden nicht nur um die Wasserversorgung, sondern auch um das Abwasser. Hauptgesellschafter seien die Berliner Wasserbetriebe, die Mehrheit gehöre aber den Gemeinden.

Bennühr hatte seinen Job bei den Gemeindewerken im April 2001 angetreten. Er verlasse Malente mit einem lachenden und einem weinenden Auge, verriet er. Lachend, weil eine neue Aufgabe auf ihn warte, weinend, weil er ein funktionierendes Team mit elf Mitarbeitern verlasse, von denen er selbst neun ausgesucht und mit Dieter Path einen zum Wassermeister ausgebildet habe.

Es ist kein Geheimnis, dass es der Werkleiter nicht immer leicht hatte, bei der Politik Rückhalt für seinen Kurs zu finden, der notgedrungen mit steigenden Wasserpreisen verbunden war. „Trotz einiger schwieriger Umstände ist es mir gelungen, bis auf eine Kleinigkeit – ein elektrisches Tor – alles durchzusetzen, was sinnvoll für die Gemeindewerke war“, sagte Bennühr rückblickend. Als er die Werke übernommen habe, seien sie ein Sanierungsfall gewesen. Noch 1986 habe das Anlagevermögen umgerechnet 3,7 Millionen Euro betragen, im Jahr 2000, unmittelbar vor seinem Amtsantritt, habe es nur noch bei 1,7 Millionen Euro gelegen. In diesem Jahr werde es voraussichtlich wieder auf über vier Millionen Euro steigen, sagte Bennühr, dem die Zufriedenheit über diese Entwicklung anzumerken ist.

Für ihn dürfte der Abschied auch aus privater Sicht mit einem weinenden und einem lachenden Auge verbunden sein. Den Vorsitz des Malenter Snooker-Vereins wird er nun abgeben müssen. Dafür wird der gebürtige Bonner, der einen Teil seiner Jugend in Berlin verbracht hat, künftig in unmittelbarer Nähe seines Bruders arbeiten. Der wohnt in einer der Gemeinden, die Bennührs neuer Arbeitgeber mit Wasser versorgt.

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