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Werden Spielgemeinschaften zum Stolperstein?

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Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Für den Sprung in die Regionalliga bräuchte Eutin 08 eigenständige Jugendmannschaften – so steht es im Regionalliga-Statut

Schleswig-Holstein-Ligist Eutin 08 will sicher gehen: Falls die Fußballer – derzeit auf Platz fünf mit elf Punkten Rückstand auf Spitzenreiter TSV Schilksee – die Aufstiegsspiele erreichen, will der Verein für die Regionalliga vorbereitet sein. Deshalb wollen die Verantwortlichen die Lizenzierungsunterlagen für die Regionalliga Nord bis zum 31. März beim Norddeutschen Fußball-Verband (NFV) einreichen.

Doch wie es aussieht, muss dabei noch ein Stolperstein aus dem Weg geräumt werden. Denn wer in der Regionalliga Nord mitspielen will, muss laut Regionalliga-Statut des NFV mit drei Juniorenmannschaften, davon mindestens einer A-, B- oder C-Juniorenmannschaft am Spielbetrieb teilnehmen. Zwar mischt Eutin 08 vorbildlich gleich in allen drei Ligen mit, jedoch immer eingebunden in Spielgemeinschaften mit der BSG Eutin und dem TSV Malente. Und da liegt das Problem: „Spielgemeinschaften werden auf die vorgenannte Bestimmung nicht angerechnet“, heißt es unmissverständlich im Statut.

Edwin „Eddy“ Schultz gehört der Kommission an, die sich bei Eutin 08 mit der Lizenzierung beschäftigt. Er sieht die Problematik allerdings gelassen: „Das ist auf jeden Fall kein Hinderungsgrund für den Sprung in die Regionalliga.“ Die Bestimmung, nach der keine Spielgemeinschaften zulässig sind, ist aus seiner Sicht „der allerletzte Punkt, in dem man keine Einigung finden würde“. Schultz: „Fakt ist, dass wir alles fertig machen und offensiv damit umgehen, dass wir eine Spielgemeinschaft haben.“ Bereits jetzt gebe es in der Regionalliga Vereine, die ebenfalls Spielgemeinschaften bildeten, sagt Schultz und nennt den VfR Neumünster, der im Jugendbereich mit dem VfR Saxonia Neumünster antrete.

Tatsächlich scheint die fragliche Bestimmung des Statuts nicht unumstößlich: „Es kann sein, dass es einen Bestandsschutz für Spielgemeinschaften gibt“, erklärte Jürgen Stebani, Vorsitzender des NFV-Spielausschusses. Wer Punkt 8.2 des Statuts zu Ende liest, findet einen weiteren Hinweis, wie das Problem gelöst werden könnte: „Mannschaften von Jugendfördervereinen, an denen ein Verein beteiligt ist, können angerechnet werden“, heißt es dort.

Eddy Schultz bleibt jedenfalls optimistisch. Er ist überzeugt: „Die Spielgemeinschaft bleibt und die Lizenzerteilung ist nicht in Gefahr.“ Unterdessen steht Eutin mit dem Problem nicht alleine da. Auch Schilksee erfüllt die Bedingung nicht. Derzeit gibt es dort nur eine Mannschaft in der C-Jugendmannschaft. Und spielt in einer Spielgemeinschaft mit dem SV Friedrichsort.

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erstellt am 11.Mär.2015 | 13:39 Uhr

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