Wenn im Kreis Plön der Strom ausfällt

Der stellvertretende Leiter des Führungsstabes, Hans-Peter Kröger, und der Lagekarten-Verantwortliche, Simon Schoss, schauen sich die aktuellen Katastrophenlagen an. Geübt wurde ein Stromausfall-Szenario für den Kreis Pinneberg, in den der Katastrophenschutz-Führungsstab des Kreises Plön zur Hilfe gerufen wurde.
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Der stellvertretende Leiter des Führungsstabes, Hans-Peter Kröger, und der Lagekarten-Verantwortliche, Simon Schoss, schauen sich die aktuellen Katastrophenlagen an. Geübt wurde ein Stromausfall-Szenario für den Kreis Pinneberg, in den der Katastrophenschutz-Führungsstab des Kreises Plön zur Hilfe gerufen wurde.

22 Experten des Katastrophenschutzes im Kreis Plön übten den „Schwarzfall“ und damit die wichtigen Abläufe des Stabes und der Einsatzkräfte vor Ort

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18. Januar 2018, 11:02 Uhr

Der Führungsstab des Katastrophenschutzes im Kreis Plön hat den Ernstfall in einem Übungsszenario in der Landesfeuerwehrschule in Harrislee geübt. Simuliert wurde ein großflächiger Stromausfall mit zahlreichen, sich daraus ergebenden Notlagen.

Nach der Starkregen- und Hochwasser-Übung 2017 ist der aktuelle Führungsstab damit auch für den sogenannten „Schwarzfall“ gerüstet. 22 Mitglieder des Plöner Führungsstabes wurden von einem großen Übungsleiterpool herausgefordert, der von Kollegen der Nachbarkreise und der Landesfeuerwehrschule gestellt wurde. „Wichtig sind die Abläufe im Stab und mit den Einsatzkräften vor Ort, die wir in der Übung sehr realistisch nachgestellt haben“, erklärte der stellvertretende Leiter des Führungsstabes, Hans-Peter Kröger. Der Führungsstab des Kreises Plön sei ein gutes Team. Alle Sachgebiete hätten kooperativ, motiviert und effektiv zusammengearbeitet. Kröger: „Im Katastrophenfall wären wir bereit, unsere Mitbürger zu schützen.“

Die Katastrophenschutzkräfte haben sich im Szenario unter anderem um gestrandete und frierende Menschen kümmern müssen. Die Bevölkerung hatte Hinweise erhalten, wie sie sich bei einem Stromausfall verhalten muss. Da im Szenario von mehreren Tagen fehlender Stromversorgung ausgegangen wurde, galt es, entsprechende Vorsorge zu treffen. Die Öffentlichkeitsarbeit in diesem Krisenfall-Szenario gestaltete sich schwierig, da Handynetze und elektrische Geräte ausgefallen waren. „Trotzdem setzen wir im Katastrophenschutz sehr auf die sozialen Medien“, resümiert Pressesprecher René Hendricks. Die Dynamik einer schneller gewordenen, digitalen Welt im Führungsstab abzubilden und zu üben sei hilfreich und wichtig.

Bei einer größeren Katastrophe im Kreis Plön tritt der Führungsstab des Kreises zusammen. Dazu gehören Experten der Verwaltung, Feuerwehr, Polizei, Bundeswehr, THW, der Rettungsdienste und weiteren Aufgabenträgern des Katastrophenschutzes. Der Kreis Plön hält als untere Katastrophenschutzbehörde die notwendige Infrastruktur für den Kreis vor. Die vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer in den Einheiten des Katastrophenschutzes sowie die 3200 Feuerwehrmitglieder im Kreisfeuerwehrverband Plön sind die tragende Säule des Katastrophenschutzes im Kreis Plön.

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