Wenn Ilja Richter Theo Lingen ist

Haben ein buntes Programm zusammengestellt: (v.l.) Wolfgang Griep, Matthias Schiffer und Erika Hofmann. Foto: Resthöft
Haben ein buntes Programm zusammengestellt: (v.l.) Wolfgang Griep, Matthias Schiffer und Erika Hofmann. Foto: Resthöft

Kulturbund Eutin hat trotz der angespannten Raumsituation ein buntes Programm für die kommende Saison erarbeitet

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15. Oktober 2011, 08:09 Uhr

Eutin | "Müssen wir damit rechnen, dass unser Programm künftig erst nach den Stücken erscheint?", heißt es in einem fiktiven Gespräch im Vorwort des Programmheftes des Eutiner Kulturbundes. Und wirklich: Die ersten beiden Künstlergruppen haben ihre Auftritte bereits hinter sich.

Das liege daran, erklärt Erika Hofmann, dass noch bis zuletzt an dem Programm gearbeitet worden sei. Einige der aufgeführten Stücke, führt die 2. Vorsitzende des Kulturbundes aus, hätten noch nicht einmal ihre Premiere gefeiert. Die kommende Spielzeit wird also so einige Überraschungen bereit halten.

Insgesamt hat der Kulturbund bis kommenden Juni 17 Veranstaltungen organisiert. Dabei zieht die derzeitige Situation um die Zukunft der Schlossterrassen gewisse Probleme nach sich. Denn ob Kulturbund und Stadt ihren Vertrag auch über die Spielzeit 2011/2012 verlängern, ist noch offen. "Wir müssten aber längerfristig planen", sagt Wolfgang Griep, Vorstandsmitglied des Kulturbundes. Bereits jetzt habe der Kulturbund nicht mehr die Auswahl an Künstlern, die er gerne hätte. Trotzdem machen die Verantwortlichen das Beste aus der Situation.

Man sei weggekommen von normalen Tourneetheatern und setze jetzt verstärkt auf freie Schauspielgruppen und Landestheater, so Griep. "Die haben derzeit sowieso das interessantere Programm", fügt er hinzu.

So wie das Hessische Landestheater Marburg, das am 17. Februar 2012 Jean-Paul Sartres "Die schmutzigen Hände" aufführt. "Das Stück wird für das Publikum gewöhnungsbedürftig sein", kündigt Hofmann an. Gleichzeitig sei es aber von seiner Thematik her, der Faszination extremer Positionen, sehr aktuell, so Griep.

Ein besonders schönes Stück ist nach Ansicht von Griep "Komiker aus Versehen". Darin werden Ilja Richter und Irina Wrona das Leben von Theo Lingen beleuchten.

Eine Mischung aus Comedy und Kabarett sei der Auftritt von Nils Heinrich am 24. Februar 2012. "Wir wollten endlich mal wieder politisches Kabarett haben", schildert Hoffmann.

So durchwachsen die räumliche Situation des Kulturbundes auch ist - die Zahl der Abonnenten wuchs im vergangenen Jahr um rund 50 auf derzeit 150. Unverändert ist nach Aussagen von Matthias Schiffer, Vorsitzender des Kulturbundes, die Zahl der etwa 100 Vereinsmitglieder. Denen wolle der Kulturbund am 10. Dezember ein besonderes Weihnachtsgeschenk machen. Sie müssen zur "Genovefa-Revue" des Theaters Mobilé nur 0,99 Euro Eintritt bezahlen. Eintrittserklärungen werden übrigens auch an der Abendkasse noch angenommen.

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