Plön : Wenn die Welt aus den Fugen gerät

Ein Prosit auf die 25-jährige Städtepartnerschaft : (von links): Claudia und Dirk Krüger, Ulrike Tschemtscher und Jens Paustian aus Plön sowie Marianne und Norbert Reier und Dirk Tast aus Plau.  Fotos: emm
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Ein Prosit auf die 25-jährige Städtepartnerschaft : (von links): Claudia und Dirk Krüger, Ulrike Tschemtscher und Jens Paustian aus Plön sowie Marianne und Norbert Reier und Dirk Tast aus Plau. Fotos: emm

Neujahrsempfang in der Förde Sparkasse. Plöner Bürgervorsteher Dirk Krüger betont die humanitäre Pflicht zur Hilfe für Flüchtlinge.

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05. Januar 2015, 10:32 Uhr

Stadtentwicklung und Weltgeschehen waren gestern beim Plöner Neujahrsempfang die Hauptthemen der Reden, die Bürgervorsteher Dirk Krüger, der Kommandant der Marineunteroffiziersschule (MUS), Kapitän zur See Thomas Schütze, und Hausherr Peter Mordhorst offiziell in der Förde Sparkasse hielten.

„Es ist unsere humanitäre Pflicht, denen zu helfen, die verfolgt und bedroht werden, nur weil sie einer bestimmten Volksgruppe oder einer Religionsgemeinschaft angehören“, betonte Dirk Krüger. Er lobte den Aufbau der Arbeitsgemeinschaft „Willkommenskultur für Plön“, die die Flüchtlingshilfe in der Kreisstadt organisiert.

Trotz der drastischen Haushaltskürzungen blickt der Bürgervorsteher zuversichtlich in die Zukunft. So solle bald mit der Sanierung des Strandwegs begonnen werden, auch ein innenstadtnahes Neubauprojekt mit 60 Wohneinheiten für barrierefreies Leben rücke näher. Und im Herbst werde das das 25-jährige Bestehen der Städtepartnerschaft zwischen Plön und Plau am See ge feiert. Aus Mecklenburg waren wieder Bürgervorsteher Dirk Tast und Bürgermeister Norbert Reier beim Empfang in Plön dabei.

Als einen bedeutenden Erfolg bezeichnete Krüger die Verwaltungsgemeinschaft mit den Gemeinden Ascheberg und Bösdorf, die seit nunmehr einem Jahr besteht. Er lud weitere Umlandgemeinden ein, sich anzuschließen.

MUS-Kommandant Thomas Schütze ist „die Welt im vergangenen Jahr in vielen Gegenden der Welt aus den Fugen geraten“. Wenn selbst die Grenzen souveräner Staaten mitten in Europa nichts mehr wert seien und weltweit unsägliche Grausamkeiten im Namen falsch verstandener Religiosität begangen würden, könne niemand wie unbeteiligt wegsehen. Solche Konflikte würden für Deutschland Engagement und Hilfe vor Ort sowie die Übernahme von Verantwortung bedeuten, so Schütze. Entsprechend seien rund 2700 Frauen und Männer der Bundeswehr zu Weihnachten und Neujahr in 15 Krisengebieten im Auslandseinsatz. Mit insgesamt 3400 Soldaten, die 2014 in Plön ausgebildet wurden, sei die MUS die größte Schule der Marine.
„Die MUS und die Stadt Plön sind ein bewährtes Team“, betonte Schütze. Auch zukünftig werde sich die MUS durch eigene Projekte und Veranstaltungen an der Gemeinschaft beteiligen.

In der Region gehörten für Peter Mordhorst die 150-Jahr-Feier des TSV Plön, der Gilde-Königstitel seines Mitarbeiters Thorben Martens und die Weihnachtssport-Gala des Vereins „Plön bewegt“ 2014 zu den Highlights. In der Vorschau blickte Mordhorst besonders erwartungsvoll auf die Plön-Schau, die am letzten April-Wochenende ihre Tore öffnen wird.




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