Eutiner Festspiele : Wenn die Premiere ein Omen ist - dann wird alles gut

Schlussbild am Sonnabend bei der Premiere:  Bei trockenem Wetter ging die erste Vorstellung der Operette „Die Großherzogin von Gerolstein“ im Schlossgarten über die Bühne. Foto: Achim Krauskopf
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Schlussbild am Sonnabend bei der Premiere: Bei trockenem Wetter ging die erste Vorstellung der Operette „Die Großherzogin von Gerolstein“ im Schlossgarten über die Bühne. Foto: Achim Krauskopf

Alles wird gut. Wenn die Premiere ein Omen ist, dann steht den Eutiner Festspielen eine schöne Saison bevor.

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13. Juli 2009, 11:46 Uhr

Eutin/ | Gut gelaunte, spielfreudige Künstler, ein dankbares Publikum - und nicht zuletzt die Tatsache, dass sich schauerhaftes Wetter rechtzeitig in Sonnenschein verwandelte, prägten den Start der 59. Spielzeit am Sonnabend. "Bis 21.10 Uhr hätten wir noch mit Regen rechnen müssen. Jetzt sind wir durch", berichtete Kerstin Ahrens, die Pressesprecherin der Festspiele, von der Vorhersage der Meteorologen. Zum Glück für die Oper auf dem grünen Hügel im Schlossgarten hatten aber schon zum Beginn der Premierenaufführung um 20 Uhr alle Wolken dem Blau des Himmels Platz gemacht, und ein gut gelaunter Ministerpräsident erklärte die 59. Spielzeit für eröffnet.

Peter Harry Carstensens Ansprache wurde immer wieder durch Beifall der rund 1000 Premierenzuschauer unterbrochen, seine Feststellungen zur Bedeutung und Zukunft der Eutiner Festspiele streichelten offensichtlich die Seele vieler Menschen auf der Tribüne. "Die Eutiner Festspiele sind ein fester und unverzichtbarer Bestandteil des sommerlichen Kulturlebens in Schleswig-Holstein," betonte der Ministerpräsident. Sie bereicherten die Region und das ganze Land. "Wir wollen sie nicht missen".
Der Ministerpräsident und Björn Engholm waren dabei
Auf allen Ebenen gebe es Einigkeit, dass die Festspiele auch in Zukunft bleiben müssten. Er freue sich, dass die Stadt Eutin enorme Anstrengungen unternommen habe, die Oper in einer bedrohlichen Situation zu retten, und auch im ganzen Land habe es eine breite Unterstützung für die Festspiele gegeben. Aufsichtsrat, Gesellschafter und Intendant hätten begonnen, die Spiele in verlässliche finanzielle Bahnen zu lenken, und damit sei die Voraussetzung gegeben, dass auch künftige Generationen die einzigartigen Aufführungen auf der Eutiner Waldbühne im Schlossgarten genießen könnten. Den Genuss der traditionellen Premierenfeier ließ sich der Ministerpräsident ebenso entgehen wie sein Vorvorgänger Björn Engholm, der gemeinsam mit seiner Frau Barbara die Premierenvorstellung verfolgt hatte. Ungeachtet dessen feierten die Künstler und viele hinter den Kulissen Schaffenden ausgelassen die gelungene Aufführung.

Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden des Aufsichtsrates, Bernd Brandes, rief Intendant Heinz-Dieter Henze noch einmal die Künstler ins Rampenlicht. Neben den Hauptdarstellern erteilte er zwei Gruppen besonderes Lob: Erstens fünf junge Sängerinnen, die über ihre Mitwirkung im Chor hinaus als Tänzerinnen agieren und dabei nach der Choreografie von Stefano Giannetti einen "Can-Can" tanzen. Und zweitens dem Chor insgesamt. Sense: "Ich wäre in meinem früheren Berufsleben froh gewesen, einen so engagierten Chor zu haben."

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