Lütjenburger Hausfrau war vorsichtig : Wenn der Stromableser plötzlich vor der Tür steht

Bevor der Strom von einer fremden Person abgelesen werden kann, sollte der Mitarbeiterausweis vorgelegt werden.
Bevor der Strom von einer fremden Person abgelesen werden kann, sollte der Mitarbeiterausweis vorgelegt werden.

Schriftliche Vorankündigungen, damit jemand zu Hause ist, sind die Regel und Ausweise haben die Mitarbeiter auch.

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17. September 2019, 14:00 Uhr

Lütjenburg | Als es klingelte, stand ein freundlicher Herr im T-Shirt mit Eon-Logo vor der Haustür. Er komme von der Eon sagte er, er müsse den Stromzähler wechseln. Das würde auch nicht lange dauern. Nein, einen Ausweis habe er leider nicht, sagte er auf Nachfrage der Hausfrau, da warte er schon seit Jahren drauf. Weil aber auch kein Firmenwagen vor der Tür stand und keine schriftliche Benachrichtigung der Eon vorlag, wies die vorsichtige Hausfrau ihn ab.

Die Eon-Zentrale wusste von nichts

Und das war auch gut so. Denn die Eon-Zentrale wusste von nichts. „Als Eon-Vertrieb kümmern wir uns um die Belieferung der Kunden mit Strom und Erdgas“, so Stefan Moriße von der Eon-Pressestelle. Außerdem würde man immer schriftlich vorher sein Kommen ankündigen, um auch Termine abzusprechen. Und Ausweise seien bei ihnen eine Selbstverständlichkeit. Im Regelfall ist für den Zähleraustausch der örtliche Netzbetreiber zuständig, in Lütjenburg ist das die Schleswig-Holstein Netz AG. Aber auch dort Kopfschütteln auf Nachfrage. Schriftliche Vorankündigungen, damit dann auch jemand zu Hause ist, seien die Regel und Ausweise hätten die Mitarbeiter auch, so Pressesprecher Ove Struck. Sollte eine Fremdfirma in ihrem Auftrag tätig sein, würden die sich auch ausweisen können.

Der „Stromableser“ war schon in mehreren Haushalten nicht hereingelassen worden

Sicherheitshalber prüfte die Netz AG noch einmal nach, ob ein Austausch des Zählers an der besagten Adresse geplant sei. Nicht ausschließen wollte Struck, dass es in der Tat eine im Auftrag handelnde Firma war. Unklar bleibt, warum es keine schriftliche Vorankündigung gab und der Mann sich nicht ausweisen konnte. Dem Vernehmen nach war der „Stromableser“ schon in mehreren Haushalten nicht hereingelassen worden. Deshalb kann der Konzern trotzdem nur warnen, vorsichtig zu sein, wen man ins Haus lässt. Man sollte sich Ausweise zeigen lassen und/ oder beim Betreiber nachfragen. „Nein“ zu sagen schade nicht, bewahre die Türöffner aber vielleicht vor einer unliebsamen Überraschung.

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