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Polizeibericht : Weniger Verkehrsunfälle im Kreis Plön

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Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Die Polizei hat im vergangenen Jahr 3551 Unfälle im Kreis Plön registriert, ein Rückgang von knapp ein Prozent.

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erstellt am 16.Apr.2014 | 18:54 Uhr

Die Polizei hat im vergangenen Jahr 3551 Unfälle im Kreis Plön registriert, ein Rückgang von knapp ein Prozent. Landesweit ist die Zahl um mehr als drei Prozent gestiegen. Wildunfälle haben mit knapp 40 Prozent den zahlenmäßig größten Anteil an allen Unfällen im Kreisgebiet.

Deutlich zugenommen hat mit 688 die Zahl der verletzten Menschen, einer starb bei einem Verkehrsunfall – die niedrigste Zahl seit Beginn der Erhebungen, so der Kieler Polizeichef Thomas Bauchrowitz, der zusammen mit dem Leiter des Verkehrsbereiches, Stefan Kalinowski, in Preetz die Jahreszahlen präsentierte. Eine junge Frau verstarb im Januar auf der
B 430 bei Dörnick, als sie aufgrund von Straßenglätte ins Schleudern geriet und mit einem entgegen kommenden Pkw kollidierte.

Um 25 Prozent hat die Zahl der Unfälle mit Zweiradfahrern (64) zugenommen. Ein kommender Schwerpunkt kündigt sich bei älteren Radfahrern an, die mit Elektrofahrrädern unterwegs sind und dabei oft ihre eigene Geschwindigkeit unterschätzen. „Alkohol im Straßenverkehr ist kein Kavaliersdelikt mehr und kommt dank der Kontrollen auch weniger vor“, so Bauchrowitz. Langfristig sei die Zahl von über 200 auf nun 42 zurückgegangen, ein absoluter Tiefstand.

Die Zahl der bei Unfällen Verletzten hat um 71 zugenommen. Bei 123 Unfällen mit Radlern wurden 114 Fahrer verletzt. Hauptunfallursachen waren hier nicht angepasste Geschwindigkeit, Verstöße gegen das Rechtsfahrgebot und Alkohol. Neu in der Statistik waren zwei Unfälle mit e-Bike-Fahrern. „Sie waren 63 und 68 Jahre alt und mit nicht angepasster Geschwindigkeit unterwegs.“ Auffallend bei den Unfällen mit Senioren am Steuer war, dass meist die Vorfahrt missachtet wurde aber auch körperliche oder geistige Mängel bei den Fahrzeugführern vorlagen.

Sorgen bereitet noch immer die Zahl der Wildunfälle, die allerdings um 12 Prozent auf knapp 1400 zurückgegangen ist. Schwerpunkte befinden sich auf der B 430 zwischen Gut Rantzau und Engelau sowie zwischen Grebin und Plön und auf der B 202 zwischen Wittenberger Passau und Selent.

Wenig Änderungen gab es im Bereich der Alkoholfahrten und beim fahren unter Drogeneinfluss. Auffällig ist dabei vor allem die Altersgruppe der 45- bis 54-Jährigen. Bei mehr als 93 000 Prüfungen der Geschwindigkeit waren fast 13 Prozent aller Fahrer zu schnell, 168 mussten ihren Führerschein abgeben. Einer der Unfallschwerpunkte des Jahres mit acht Unfällen war 2013 erstmals die Kreuzung Garnkorb/ Schwentinestraße in Preetz.

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