Wenig los auf der Bungsberg-Piste

Rodelspaß genossen Fidel und Jens, die mit ihren Müttern Ina Hilbert und Tanja Toaspern auf den Bungsberg gekommen waren. Der zweijährigen Elin war das kalte, weiße Zeug noch nicht ganz geheuer.
Foto:
1 von 2
Rodelspaß genossen Fidel und Jens, die mit ihren Müttern Ina Hilbert und Tanja Toaspern auf den Bungsberg gekommen waren. Der zweijährigen Elin war das kalte, weiße Zeug noch nicht ganz geheuer.

Dem schönen Wetter und für Rodeln ausreichend Schnee zum Trotz kamen gestern kaum Menschen zum höchsten Punkt des Landes

von
09. Februar 2018, 15:57 Uhr

An zwei Händen ließ sich gestern Nachmittag die Zahl der Menschen abzählen, die das sonnige Wetter zu einem Ausflug zum höchsten Punkt des Landes genutzt hatten. Dabei war der vorhandene Schnee durchaus für eine rasante Talfahrt mit dem Schlitten ausreichend.

Ina Hilbert aus Neustadt, ihre beiden Kindern Elin (2) und Fidel (7) sowie ihre Freundin Tanja Toaspern aus Schönwalde und deren Sohn Jesse (7) gehörten zu den Gipfelstürmern. Die beiden Jungs genossen ausdauernd die Rodelmöglichkeiten. „Wir können in zwei Stunden wiederkommen und sie abholen, denen wird hier nicht langweilig“, stellte Ina Hilbert fest.

Eine junge Frau aus dem Südkreis, die weder ihren Namen, noch Wohnort verraten wollte, hatte mit Mann und zwei Kindern ebenfalls die Fahrt in die Gemeinde Schönwalde angetreten, weil sie sowohl Wetter als auch Schnee nutzen wollte. Und wer weiß, ob man in diesem Winter noch mal zum Schlittenfahren kommt?

Ina Hilbert erinnerte sich unterdes an Zeiten, in denen auf dem Bungsberg nicht nur der Schlepplift aufgebaut und in Betrieb war, sondern sogar an Buden heiße Getränke und Grillwurst verkauft wurden. Im Winter 2002/03 war das noch der Fall, da gab es am ersten Januar-Wochenende sogar einen seltenen Massenansturm auf den Bungsberg. Ein Jahr später stand auch mal eine Schneekanone aus Tirol auf dem Berg, sie war in Verbindung mit einer Rodelbahn auf dem Eutiner Markt nach Ostholstein gekommen. Das Gerät diente indes mehr
als Anschauungsobjekt, zur Schneeproduktion war’s zu warm. Keine Schneekanone, kein Lift, keine Buden – aber immerhin eine dünne Schneedecke. Vielleicht ist heute mehr los im einzigen Wintersportgebiet des Landes.

zur Startseite

Kommentare

Leserkommentare anzeigen