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Ostholsteiner Anzeiger

23. Oktober 2017 | 01:07 Uhr

Weiterer Schritt zum Projekt Uhlenbusch

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Gemeindlicher Bauausschuss brachte Auslegungsbeschluss auf den Weg

von
erstellt am 25.Nov.2014 | 15:39 Uhr

Das Wohnprojekt „Uhlenbusch“ an der Stadtbeker Straße in Bosau hat mit den Stimmen von CDU und Grünen die nächste Hürde genommen: Der gemeindliche Bauausschuss hat am Montagabend in Liensfeld vor knapp 20 Zuschauern in öffentlicher Sitzung beschlossen, den Flächennutzungsplan und den vorhabenbezogenen Bebauungsplan auszulegen. Daran wurden noch kleinere Änderungen vorgenommen.

Das Planungsziel: Oberhalb des Großen Plöner Sees soll auf der etwa fünf Hektar großen Seekoppel durch eine Investition von rund 7 Millionen Euro Wohnraum für etwa 45 Senioren geschaffen werden. Die Projektbetreiber Adolf Bollmann (Heringsdorf), Caroline und Ulrich Reimann (Bosau) sowie Frank Michelsen (Horstorf) planen dort ein eigenes Dorf für Senioren. „Uhlenbusch“ ist der Name des Vorhabens, das in den vergangenen Monaten auch etliche Kritiker auf den Plan rief.

Die von Christina Vadersen-Marohn angeführte Bürgerinitiative gegen das Projekt „Uhlenbusch“ sah sich im Vorwege in ihren Befürchtungen eines Wildwuchses bestätigt, was von den Investoren Punkt für Punkt mit Gegenargumenten beantwortet wurde (der OHA berichtete).

Christina Vadersen-Marohn sitzt für die SPD als bürgerliches Mitglied im Bosauer Bauausschuss. Sie votierte jetzt entgegen der allgemeinen Meinung der SPD-Fraktion gegen das Projekt. Das sieht SPD-Vertreter Burkhard Klinke aber nicht als dramatisch an: „Die Entscheidung wird ohnehin in der Gemeindevertretung und nicht im Bauausschuss fallen.“

Andreas Nagel vom Planungsbüro Ostholstein stellte am Montag die Pläne im Bauausschuss vor. „Dabei ging er sogar auf kurzfristig von der SPD vorgelegte Änderungswünsche ein“, berichtete der Ausschussvorsitzende Eberhard Rauch (CDU). So seien die Firsthöhe der Wohnhäuser auf höchstens 5,5 Meter und die der Gemeinschafts-Gebäude auf acht Meter festgelegt worden. Er habe auch über vorhabenbezogene Kosten der Investoren für eine mögliche Pumpstation gesprochen.

Wie Rauch sagte, haben der Kreis und die Landesplanung als wichtigste Träger öffentlicher Belange keine Bedenken zum Bau der Wohnanlage „Uhlenbusch“ in Bosau vorgebracht. Lediglich drei Einwände seien von Kritikern eingereicht worden, die aber, so Rauch, vom Ausschuss zurückgewiesen worden seien.

Der Auslegungsbeschluss des F-Planes sei gegen die Stimmen der FDP und bei Enthaltung der SPD getroffen worden. Gegen die Stimmen von FDP und SPD sei der Aufstellungsbeschluss für den B-Plan getroffen. Grüne und CDU votierten geschlossen für das Projekt.

Bürgermeister Mario Schmidt sagte gestern zum OHA: „Das ist einer der einfachsten Bebauungspläne bisher.“ Neben den gesenkten maximalen Firsthöhen seien auch neue Vorschriften zur Begrünung und Neigung der Dächer aufgenommen worden. Außerdem sei jetzt nicht nur der Bau, sondern auch der Betrieb von Ferienwohnungen im „Uhlenbusch“ verboten. Mario Schmidt rechnet nun damit, dass der Satzungsbeschluss in der letzten Sitzung vor der Sommerpause 2015 auf die Tagesordnung der Gemeindevertretung kommt.


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