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Ostholsteiner Anzeiger

24. August 2017 | 10:53 Uhr

Weihnachtszeit ist Stollenzeit

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

In vier Wochen zum individuell gestalteten Weihnachtsfest? Jeden Sonnabend zeigt „Weihnachten – Marke Eigenbau“, wie es geht

Der Zweite Advent steht vor der Tür. Nachdem der Geruch von Weihnachtsgebäck die Luft erfüllt, ist es nun auch an der Zeit, die eigene Küche in eine weihnachtlich duftende Stollenmanufaktur zu verwandeln. Hans-Peter Klausberger von der Bäckerei Klausberger zeigt, wie auch Back-Neulingen mit wenigen Handgriffen das leckere Weihnachtsgebäck gelingt. Die Serie „Weihnachten – Marke Eigenbau“ zeigt an jedem Adventswochenende, wie man – statt nur zu kaufen – mit wenig Aufwand und gemeinsam mit dem Partner, den Kindern, Enkeln oder Ur-Enkeln ein schönes Weihnachten zaubern kann.

 

Heute: Der Butterstollen Vor dem Backen empfiehlt Hans-Peter Klausberger, die Rosinen mindestens einen Tag lang in Rum einzulegen. „Es schadet auch nicht, wenn sie länger in Rum liegen“, erklärt Klausberger mit einem Lächeln. Dann vermischt er Weizenmehl, Milch, Butter, Zucker, Salz und Hefe zu einem Teig. Kleiner Tipp vom Profi: „Die Hefe vorher in der warmen Milch zerbröseln, darin löst sie sich besser auf.“ Den durchgekneteten Teig dann eine bis zwei Stunden „gehen“ lassen.

Anschließend fügt der Stollen-Profi dem Teig die übrigen Zutaten Rosinen, Orangeat, Zitronat, Kardamom, geriebene Zitronenschale (von der Bio-Zitrone) und gestiftete oder gehackte Mandeln hinzu. „Ein besonders schönes Aroma bekommen Mandeln, wenn man sie röstet“, fügt Hans-Peter Klausberger an. „Das ist in der Pfanne, aber auch im Backofen möglich.“ Der Teig sollte gut durchgeknetet und die Zutaten so eingearbeitet werden.

Danach bringt Hans-Peter Klausberger den Teig in die Stollenform. „Der Teig sollte in der Form auch nochmal mindestens zehn Minuten ruhen.“ Auch ohne entsprechende Backform kann man einen Stollen backen, erklärt Klausberger. Aber der Vorteil der Stollenform ist: „dass die Kruste nicht zu hart und der Stollen beim Backen nicht zu trocken wird.“

Der Teig kommt dann in den auf 180 Grad vorgeheizten Backofen. Die Backzeit beträgt 45 Minuten. Nach 43 Minuten misst Hans-Peter Klausberger mit einem Thermometer noch einmal die Kerntemperatur des Gebäckstücks. „Dafür hat man die kleinen Löcher in der Form. Wenn die Temperatur bei 94 Grad liegt, dann ist der Stollen perfekt ausgebacken“, erklärt der Backstuben-Routinier.

Nachdem das Weihnachtsgebäck den Backofen verlassen hat, sollte es von allen Seiten eine „schöne Bräunung haben, aber auch nicht zu dunkel sein.“

Anschließend streicht Hans-Peter Klausberger den Stollen mit der zerlassenen Butter und reibt ihn danach zusätzlich mit Zucker ein. Wichtig: Abbuttern und Abzuckern, solange der Stollen heiß ist, „damit sich alles gut verbindet“, erklärt Klausberger. So muss das Teigstück 24 Stunden stehen und abkühlen. Den Feinschliff verpasst Hans-Peter Klausberger dem Backwerk schließlich mit einer guten Portion Puderzucker, „so dass er auch wirklich wie ein gewickeltes Kind aussieht – das in Windeln gewickelte Jesuskind, was der Stollen letztendlich symbolisch darstellt.“

Für den traditionellen Butterstollen benötigt ein Back-Laie zwei bis drei Stunden Vorbereitungs- und Arbeitszeit. Hinzu kommen die Ruhephasen für den Teig. Guten Appetit.


 

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erstellt am 02.Feb.2017 | 14:48 Uhr

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