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Wehrführer Hansen fordert: Aus Pflichtgefühl in die Feuerwehr

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

von
erstellt am 10.Feb.2014 | 00:34 Uhr

Ein Ehrenamt zeichnet aus, dass sich Menschen freiwillig für die Allgemeinheit einsetzen. Was aber, wenn es nicht mehr genug Freiwillige für eine gesellschaftlich wichtige Aufgabe gibt? Dann, so sagte Malentes Ortswehrführer Jürgen Hansen am Freitag bei der Jahresversammlung der Wehr, dann müssten die Leute eben aus Pflichtgefühl und nicht nur aus Freude an der Kameradschaft in die Feuerwehr eintreten.

„Ich habe eine Frage an die Öffentlichkeit“, so Hansen vor 36 Feuerwehrleuten sowie vielen Gästen aus Politik und anderen Vereinen. „Jeder weiß, dass wir Mitglieder brauchen. Warum kommt dann keiner zu uns?“ Im Sport warte doch auch niemand darauf, dass der Trainer zu ihm komme, sondern gehe von sich aus zum Training.

Die Vertreter der Politik wiederum betonten in ihren Grußworten ihren Respekt vor den Leistungen der Feuerwehrleute. „Wo andere sich in Sicherheit bringen, da gehen Sie rein“, lobte Peter Blenski, Vorsitzender des Malenter Feuerwehrausschusses. „In der modernen, von Egoismus geprägten Welt sollte es viel mehr von Ihnen geben.“ Allerdings: Die Entscheidung für ein Ehrenamt müsse „aus dem Herzen heraus kommen“.

Ähnlich auch die Reaktion von Bürgermeister Michael Koch auf die Worte von Ortswehrführer Hansen: „Was wir brauchen, sind überzeugte Bürger. Es nützt uns nichts, wenn wir die Leute überreden.“ Reden wollte er am Freitag allerdings nicht über den Feuerwehrbedarfsplan. Es gebe sicherlich Details, über die gesprochen werden müsse. Deshalb biete er an, einmal einen Übungsabend zu besuchen und dort Rede und Antwort zu stehen.

Wie viele Übungsabende Dietmar Kohn im Laufe seiner Zeit bei der Feuerwehr mitgemacht hat, ist wohl nicht zu ermitteln. Nach 17 Jahren als Gruppenführer legte Kohn sein Amt nieder. „Ich kann mich gut an viele Einsätze erinnern, in denen durch dein beherztes Eingreifen Menschenleben gerettet wurden“, sagte Hansen in seiner Laudatio.

Zu Kohns Nachfolger als Gruppenführer wurde einstimmig Nils Lenkewitz gewählt, dessen Stellvertreter wurde Stephan Steinbock. Beide wurden gleichzeitig befördert, Lenkewitz vom Löschmeister zum Oberlöschmeister und Steinbock vom Hauptfeuerwehrmann zwei Sterne zum Hauptfeuerwehrmann drei Sterne. Keinen Nachfolger hat die Malenter Wehr bis jetzt für Manfred Praefcke gefunden, der seit 2005 die Brandschutzunterweisungen in Kliniken und Betrieben leitete.

Für zehnjährige Mitgliedschaft in der Feuerwehr wurde Alexander Nelde und Fynn Siebert geehrt, seit 30 Jahren sind Dietmar Kohn und Thorsten Liedt dabei, Hans-Peter Niels gehört seit 40 Jahren zur Feuerwehr. Für 25 Jahre aktiven Feuerwehrdienst wurde Löschmeister Jörg Steingräber mit dem Brandschutz-Ehrenzeichen in Silber am Bande ausgezeichnet.

Aus der Jugendwehr wurde Marcel Wulf übernommen. Nach seinem Anwärterjahr in den aktiven Dienstaufgenommen wurde Moritz Weichert. Ihnen steht ein aufregendes Jahr bevor, denn am 27. September will sich die Malenter Feuerwehr als erste Wehr im Lande der Leistungsbewertung Roter Hahn Stufe 5+ stellen.




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