Wehren üben Rettung aus engen Häusern

Erst retten, dann stabile Seitenlage, bevor es wieder rein geht.
Erst retten, dann stabile Seitenlage, bevor es wieder rein geht.

Neudorfer und Fissauer bergen fünf Personen

shz.de von
25. Oktober 2015, 10:54 Uhr

Feueralarm an der Adresse des Neudorfer Wehrführers – das machte die Kameraden am Freitagabend kurz vor halb neun stutzig. Vor Ort wurde schnell klar: Das ist eine Übung. „Wir wollen die Zusammenarbeit mit der Fissauer Wehr und die Menschenrettung aus schwierigen Lagen üben“, erklärte Ralf Klesny, Wehrführer in Neudorf und Einsatzleiter. Unter den sechs vermissten Personen waren auch seine zwei Söhne. Zusammen mit drei anderen lagen sie im ersten Stock des „brennenden“ Stallgebäudes. „Jede Minute zählt im Ernstfall“, sagte Klesny, der das Geschehen und seinen verantwortlichen Gruppenführer Toni Waschow beobachtete. Die beiden Atemschutztrupps fanden die Vermissten, doch eine Rettung der „Bewusstlosen“ per Drehleiter war nicht möglich. Kurzerhand wurden leere Schläuche zu Tragegurten umfunktioniert. Rund 35 Minuten später waren alle gefunden, das „Feuer“ aus.

Fazit: „Die Übung ist gut verlaufen, das Übungsziel wurde erreicht.“ Und zum Zeitfaktor fügt er hinzu: „Sobald sie merken, dass es eine Übung ist, gehen sie deutlich entspannter vor. Im Ernstfall wären bei ‚Feuer mittel‘ drei Wehren und deutlich mehr Kräfte im Einsatz .“

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