Zarnekau : Wehren probten den Ernstfall

Menschenrettung hatte Priorität bei einer Übung am Zarnekauer Kinder- und Jugendheim.
Menschenrettung hatte Priorität bei einer Übung am Zarnekauer Kinder- und Jugendheim.

Es war eine Übung mit besonderer Herausforderung: 14 Menschen in Gefahr, lautete das Szenario.

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09. Dezember 2009, 12:03 Uhr

Zarnekau | Eine besondere Herausforderung stand dieser Tage im Mittelpunkt einer Feuerwehrübung in Zarnekau: Die Wehren aus Zarnekau, Röbel, Bujendorf und Gömnitz probten beim Kinder- und Jugendheim des Deutschen Kinderschutzbundes (DKSB) den Ernstfall. Laut Übungsplan war in einem nahen Schafstall ein Feuer ausgebrochen. Das in einer ehemaligen Meierei untergebrachte Kinderheim war dadurch stark verqualmt und stand unter Funkenflug.

Die Brandschützer aus Zarnekau und Röbel, die zuerst eintrafen, konzentrierten sich auf die Suche nach 14 Menschen in den Räumen des Kinderheimes, parallel dazu begann gemeinsam mit den nachrückenden Kräften aus Bujendorf und Gömnitz der Aufbau einer Wasserversorgung von einem Hydranten am Wasserwerk und einem Löschteich in der alten Dorfstraße. Am Teich bewies eine dieses Jahr gebaute Ansaugstelle ihre Leistungsfähigkeit: "Das hat wunderbar funktioniert", stellte Zarnekaus Wehrführer Oliver Schröder fest.
Nur etwas mehr als 40 Helfer nahmen an der Übung teil
Ein Problem tat sich auf, das im Ernstfall eine Nachalarmierung und die Anforderung von Verstärkung erfordert hätte: Kräftemangel. Nur etwas mehr als 40 Helfer nahmen an der Übung teil, die angesichts der Bedrohungslage mehr Personal erfordert hätte.

"Ich hatte mir die Einrichtung von zwei Einsatz-Abschnitten, einer für Menschenrettung, einer für Brandbekämpfung und Wasserversorgung, vorgenommen. Dafür wurde es mit dem Führungspersonal etwas knapp. Allerdings ist in Röbel auch kein Sirenenalarm ausgelöst worden, wie es eigentlich vorgesehen war", fasste Schröder zusammen.

Als besonderes Bonbon begleiteten Eutiner Feuerwehrleute die Übung mit einer Wärmebildkamera. "Das war vor allem für Schulungszwecke, damit wir mal die Einsatzmöglichkeiten der Kamera kennen lernen", erläuterte Schröder, der außerdem die gute Zusammenarbeit mit dem Kinderschutzbund betonte: Dessen Mitarbeiter hatten nicht nur die Übungsvorbereitung unterstützt, sondern auch eine Erbsensuppe für alle Einsatzkräfte spendiert.

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