EUTIN : Wehr feiert 145. Geburtstag

Gemeinsam mit Vertretern der Partnerschaftswehren stellten sich der Eutiner Ortswehrführer Dietrich Asbach (Mitte) und sein Vertreter Jörg Böckenhauer (re.) zum Gruppenfoto: (v. li.) Marc Seidel (Jugendfeuerwehr Berlin-Hellersdorf), Roland Dörre (Freiwillige Feuerwehr Eltville) und Martin Rusch (Freiwillige Feuerwehr Stadtbergen). Fotos: thomas Gründemann
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Gemeinsam mit Vertretern der Partnerschaftswehren stellten sich der Eutiner Ortswehrführer Dietrich Asbach (Mitte) und sein Vertreter Jörg Böckenhauer (re.) zum Gruppenfoto: (v. li.) Marc Seidel (Jugendfeuerwehr Berlin-Hellersdorf), Roland Dörre (Freiwillige Feuerwehr Eltville) und Martin Rusch (Freiwillige Feuerwehr Stadtbergen). Fotos: thomas Gründemann

Prächtige Stimmung herrschte beim Kameradschaftsabend der Freiwilligen Feuerwehr Eutin anlässlich des Jubiläums.

shz.de von
26. August 2018, 18:00 Uhr

Auf ihr 145-jähriges Bestehen blickte die Freiwillige Feuerwehr Eutin am Wochenende zurück. Den Geburtstag nahmen die Blauröcke um Dietrich Asbach zum Anlass, am Samstagabend gebührend zu feiern. Und dies nicht mit einem üblichen Festakt wie bei offiziellen Jubiläen, sondern im Rahmen eines Kameradschaftsabends.

Hierzu waren neben Bürgervorsteher Dieter Holst, der 1. Stellvertretende Bürgermeister Sascha Clasen (CDU), der Bau- und Feuerwehrausschussvorsitzende Klaus Kibbel (SPD) sowie Gemeindewehrführer Heino Kreutzfeldt im Feuerwehrgerätehaus am Priwall erschienen. Neben den rund 70 Aktiven und Mitgliedern der Ehrenabteilung mit ihren Partnern hatten auch Delegationen der befreundeten Wehren aus Eltville (Hessen), Stadtbergen (Bayern) und Berlin-Hellersdorf den Weg in die Kreisstadt auf sich genommen, um der Eutiner Ortswehr die Glückwünsche zu übermitteln und Geschenke zu überreichen.

Dietrich Asbach ließ bei der Eröffnung des Kameradschaftsabends die Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Eutin Revue passieren. Er erinnerte an die Anfänge der Planungen zur Gründung einer Ortswehr im Jahr 1870, die am 22. August 1873 offiziell vollzogen wurde. „145 Jahre Freiwillige Feuerwehr sind eine Erfolgsgeschichte“, sagte der Wehrführer. Asbach hielt in seiner Begrüßungsrede auch noch einmal die Verantwortung sowie die Anforderungen und Belastungen der ehrenamtlichen Aktiven vor Augen, war aber auch voll des Lobes für seine Kameraden. „Der Antrieb jedes Aktiven ist der totale Wille, helfen zu wollen und zu können. Feuerwehrleute ergreifen Verantwortung“, so der 48-Jährige. Er appellierte an eine aktive Mitgliederwerbung, um dem besorgniserregenden Rückgang bei den Aktiven zu begegnen.

„Eine gut ausgestattete Feuerwehr ist wichtig“, versprach Sascha Clasen der Eutiner Ortswehr um Dietrich Asbach und Co. seine Unterstützung. In seiner neuen Funktion als 1. Stellvertretender Bürgermeister bot Clasen der Wehr eine ehrliche, offene und konstruktive Zusammenarbeit an. Auch mit Blick auf die kontroverse Diskussion im Zusammenhang mit einem neuen Gerätehaus. „Wir müssen doch alle an einem Strang ziehen“, so der Appell Clasens.

Ähnlich äußerte sich Klaus Kibbel. „Die Ausstattung der Ortswehr reicht offenbar nicht, da müssen wir jetzt sehr schnell etwas hinkriegen“, signalisierte auch der Vorsitzende des Bau- und Feuerwehrausschusses Kooperationsbereitschaft mit der Wehr.

Und Heino Kreutzfeldt überbrachte der Ortswehr die Glückwünsche der Gemeindewehrführung. Die Eutiner Wehr sei mit ihrem Bestand über nunmehr 145 Jahren die drittälteste Vereinigung der Kreisstadt.

Anerkennende Worte für die langjährige enge Partnerschaft zu den Eutiner Feuerwehrleuten fanden Roland Dörre (Eltville), Martin Rusch (Stadtbergen) und Marc Seidel (Berlin-Hellersdorf) und drückten ihre Verbundenheit mit Gastgeschenken aus.

Für Josefine Giese und Florian Evers wird dieser Kameradschaftsabend der Eutiner Ortswehr in besonderer Erinnerung bleiben: Die Nachwuchsfeuerwehrfrau wurde aus der Jugendwehr entlassen und feierlich in der aktiven Wehr aufgenommen und von Dietrich Asbach vereidigt. Evers freute sich über die Beförderung zum Oberlöschmeister.








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