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Ostholsteiner Anzeiger

22. Oktober 2017 | 21:16 Uhr

Gemeinde Süsel : Wehr bringt das Wasser mit

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Die Freiwillige Feuerwehr Fassensdorf hat gestern ihr neues Löschfahrzeug offiziell in Empfang genommen

von
erstellt am 26.Sep.2015 | 04:00 Uhr

Man wolle die Vergangenheit lieber nicht mehr aufrühren. Diesen Vorsatz formulierten gestern Abend fast alle Redner am Dörps- un Fürwehrhus bei der offiziellen Übergabe des neuen Löschfahrzeuges TSF-W an die Fassensdorfer Wehr.

So blieben die teilweise heftigen Auseinandersetzungen zwischen Vertretern der Feuerwehren und Teilen der Gemeindevertretung in den beiden vergangenen Jahren unerwähnt. Aber Bürgermeister Holger Reinholdt räumte ein, dass dieses Fahrzeug eine bewegte Vorgeschichte habe.

Denn laut Feuerwehrbedarfsplan sollte Fassensdorf bereits im Jahr 2013 ein neues Auto bekommen. Im Haushalt 2014 habe Geld für ein neues Fahrzeug gestanden, der Posten sei aber wegen akuter Finanznot mit einem Sperrvermerk versehen worden. Dieser Vermerk sei später wieder aufgehoben, dann wieder neu erlassen worden. Der Bürgermeister erinnerte daran, dass die Gemeinde 2014 die Chance genutzt habe, für Röbel ein 350  000 Euro teures Auto zu kaufen, für das nach Zuschüssen von Land und Kreis nur 60  000 Euro Gemeindeanteil geblieben seien.

Nachdem der Fassensdorfer Wehrführer Edwin Schultz von dem Angebot eines 130 000 Euro teuren TSF berichtet habe, das als Vorführfahrzeug für 85  000 angeboten werde, habe die Gemeinde sofort reagiert und dem Kauf zugestimmt. Ein Drittel des Geldes bezahle der Kreis. Dieses gute Ergebnis sei der Schlitzohrigkeit des Wehrführers zu verdanken, aber auch dem umsichtigen und kostenbewussten Handeln der Gemeindevertretung.

„Dieses Auto ist kein Geschenk, sondern ein Werkzeug für die Wehr“, betonte Kreisbrandmeister Ralf Thomsen. Es diene der Sicherheit der Menschen, und das sei sicher auch ein Aspekt für den Zuzug neuer Einwohner, denen ein hohes Maß an Sicherheit wichtig sei. „Ihr müsst Eure Taktik umstellen, ihr braucht keine Wasserstelle mehr zu suchen, sondern bringt schon Wasser mit“, stellte Gemeindewehrführer Kai Nagel fest, während Frank Knoop vom Dorfvorstand die Wehr als unverzichtbaren Teil der Dorfschaft bezeichnete. Lob zollte er den Planern der Feuerwehrgarage, die schon 1982 so dimensioniert worden sein, dass sie für das neue Auto ausreiche.

Bevor Pastorin Kristina Warnemünde die Menschen segnete, bekundete Edwin Schultz Stolz auf dieses neue Auto. Zugleich versicherte er, dass die Wehr für den Einsatz dieses Löschfahrzeuges ausgebildet sei und die an sie gestellten Erwartungen erfüllen werde.

Im übrigen leiste die Wehr mit ihrer Handpuppenbühne einen Beitrag zur Brandschutzerziehung und damit zur Brandverhütung. „Die Bühne hat dieses Jahr 52 Vorstellungen gegeben, und das sind noch lange nicht alle – nur falls jemand denkt, wir hier in Fassensdorf schlafen nur.“

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