Wehr: „An Herausforderungen hatten wir 2017 genug“

Geehrt für zusammen 150 Jahre im Feuerwehrdienst: Wehrführer Tim Hamann (v.l.) mit Gerwin Grebien (30 Jahre), Torsten Ruser (20 Jahre), Günther Brey, Peter Schneider (beide 40 Jahre), Volker Klüver und Guido Hamer (beide 10 Jahre) mit Bürgermeister Hans-Alfred Plötner und Gemeindewehrführer Matthias Hamann.
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Geehrt für zusammen 150 Jahre im Feuerwehrdienst: Wehrführer Tim Hamann (v.l.) mit Gerwin Grebien (30 Jahre), Torsten Ruser (20 Jahre), Günther Brey, Peter Schneider (beide 40 Jahre), Volker Klüver und Guido Hamer (beide 10 Jahre) mit Bürgermeister Hans-Alfred Plötner und Gemeindewehrführer Matthias Hamann.

shz.de von
15. Januar 2018, 00:23 Uhr

Nach einem ruhigen Jahr 2016 bot das vergangene Jahr bot der Freiwilligen Feuerwehr Mönchneversdorf nach den Worten des Wehrführers Tim Hamann mit Vorfreunde, Spannung, Freude und Trauer alles was man sich an Gefühlen vorstellen kann. In seinem chronologischen Bericht kam er auf 35 Einsätze für die 25 Aktiven der Wehr. „An Herausforderungen hatten wir 2017 genug“, war sein Resümee.

Beherrschendes Thema der Versammlung war „Das Schiff“, wie Langenhagens Wehrführer Heiko Stölk das fabrikneue Löschfahrzeug LF10 schon bei der feierlichen Übergabe im September nannte. Bereits einen Monat später war es in der Nachbargemeinde Wangels beim Scheunenbrand auf Gut Testorf gefordert. Angesichts der Brandlasten von mehreren Heimbetrieben und des Bungsberges in der Gemeinde Schönwalde sei das LF10 mit seinen Möglichkeiten gleichermaßen wichtig für die Sicherheit von Bevölkerung und Kameraden, betonte Bürgermeister Hans-Alfred Plötner (CDU).

Angela Hüttmann sah im gesellschaftlichen Wandel eine große Herausforderung für die Feuerwehren und übergab im Namen des SPD-Ortvereins Fotos von der Übergabe des LF10. Darauf fänden sich auch viele Kinder, die eine gute Kameradschaft in Mönchneversdorf weiterführen werden, so Hüttmanns Hoffnung. Jugendwart Markus Lühr hatte daran keine Zweifel. Fast alle alle Kinder ab zehn Jahren seien bereits in der Schönwalder Jugendwehr, die jüngeren hätten ihren Eintritt bereits angekündigt.

„Ein LF10 ist nicht selbstverständlich aber, sorry, schon geil“, war Hamann ehrlich. Um das neue LF10 fehlerfrei bedienen zu können, wurden die Dienstabende im September und Oktober wöchentlich abgehalten. Zu tun hatten die Kameraden reichlich. Allein drei Groß- und zwei Mittelbrände finden sich in der Einsatzstatistik für 2017. Aber auch mehrere Verkehrsunfälle mit eingeklemmten Personen waren zu bewältigen. Sechsmal lösten Fehlalarme durch Rauchmelder und Brandmeldeanlagen die Meldeempfänger aus. Nicht selten litten Geburtstagsfeiern unter dem plötzlichen Mangel an Gästen. Anerkennung und Dank für die geleistete ehrenamtliche Arbeit gab es von Rolf Willert aus dem Vorstand des Kreisverbandes sowie vom Stellvertretenden Amtswehrführer Dirk Joedicke. Dank der Unterstützung durch 33 Fördermitglieder schloss die Kameradschaftskasse mit einem Plus von 427 Euro. Unverständnis gab es angesichts der hohen Bankgebühren, die inzwischen auch von Feuerwehren erhoben werden.

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