Malente : Weg frei für den neuen Immenhof

Jede Menge Möbel und Hausrat aus der als verklärten „Immenhof“ Gutsanlage stand bei einem Flohmarkt zum Verkauf.
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Jede Menge Möbel und Hausrat aus der filmisch verklärten „Immenhof“ Gutsanlage stand bei einem Flohmarkt zum Verkauf.

Malenter Gemeindevertreter beschließen einstimmig das Planungsrecht für die touristische Umgestaltung von Gut Rothensande.

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06. Oktober 2014, 05:30 Uhr

Mit einem zweitägigen Flohmarkt endete am Wochenende der wieder von vielen Besuchern genutzte öffentliche Zugang zum Schauplatz der legendären „Immenhof“-Filme. In den nächsten zwei Jahren soll das Gut Rothensande eine feste Adresse für Baufirmen sein: Mit der einmütigen Zustimmung der Gemeindevertretung Malente zu einer neuen Bauleitplanung kann die Umgestaltung zu einer modernen Ferienanlage starten.

Ole Marxen, Geschäftsführer der Gut Rothensande GmbH & Co KG, hatte am Vorabend des Feiertages zur Deutschen Einheit die eher kontroversenreiche Sitzung der Malenter Kommunalpolitiker verfolgt. In einem waren sich aber alle Gemeindevertretung denn doch einig: Sie beschlossen einstimmig die 10. Änderung des Flächennutzungsplans und den B-Plan Nr. 91. Beide geben jetzt den baurechtlichen Rahmen vor, in dem das historische Anwesen am Kellersee für eine touristische Nutzung hergerichtet wird.

Die Erwartungen sind groß. „Das ist eine klasse Investition. Wir freuen uns darüber, dass hier ein Stück Zukunft für Malente geschaffen wird“, formulierte dies Grünen-Chefin Dagmar Nöh-Schüren. Und ließ mit ihrem Bedauern darüber, dass eine auch für Veranstaltungen gedachte große Reithalle an den Bedenken der Landschaftspflege gescheitert sei, auch zart anklingen, wie lange bei der Planung über divergierende Interessen von Investor, Gemeinde und Schutzbehörden gestritten wurde.

Ole Marxen will schnell Taten folgen lassen. Als erstes soll geklärt werden, ob die wegen vorheriger roher Eingriffe am Dachstuhl einsturzgefährdete Scheune noch saniert werden kann oder abgerissen und neu errichtet werden muss. Unübersehbar ist auch der Sanierungsbedarf am Herrenhaus und weiteren Gebäuden der Hofanlage. Sie soll durch Um- und Neubau künftig 42 Ferienwohnungen sowie ein Hotel mit gastronomischen Angeboten umfassen. Über den Umfang der gepIanten Investitionen will Marxen nichts sagen, zur Zeitschiene aber schon: „Vor 2017 werden wir hier nicht fertig sein können.“

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