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Wechselbad der Gefühle beim „Salut-Festival“

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

shz.de von
erstellt am 16.Dez.2015 | 00:32 Uhr

Mit gemischten Gefühlen ist Nachwuchsreiter Jesse Luther vom Salut-Festival in Aachen zurückgekommen. Bei einem der wichtigsten Hallenturniere für deutsche Nachwuchsreiter platzierte er sich mit der achtjährigen Stute Zarin in allen Prüfungen, doch mit dem Wallach Quintereo Grande lief es weniger erfolgreich.

„Zarin ist in diesem Jahr von L-Springen zu S-Niveau gekommen und war in Aachen in allen Prüfungen platziert, das ist eine tolle Bestätigung für unsere Arbeit“, fasst Jesse Luther zusammen. Vier Prüfungen der Klasse S* standen für das Paar in Aachen an. Fehlerfrei in allen Umläufen schlossen sie auf den Plätzen sieben, acht, zehn und elf ab und gehörten damit immer zu den platzierten Starterpaaren. Die achtjährige Zarin sei zuerst in der Zucht eingesetzt gewesen und spät in den Sport gekommen, deshalb sei ihre Entwicklung sehr bemerkenswert, betonte Luther.

Mit Quintero Grande hingegen reichte es nicht für eine Platzierung, der neunjährige Wallach zeigte sich sehr beeindruckt von der Atmosphäre in Aachen. „Die Halle ist sehr bunt und weihnachtlich geschmückt gewesen, mit vielen Lichterketten und Tannenbäumen, die kurze Seite der Halle ist sogar wie ein kleiner Weihnachtsmarkt aufgemacht. Das ist gerade für unerfahrenere Pferde eine Herausforderung“, beschreibt Jesses Mutter Ani Luther die Besonderheiten des Salut-Festivals auf dem CHIO-Gelände in der Aachener Soers. Sie sagt: „Man muss im Pferdesport eben mit Höhen und Tiefen leben, Pferde sind eben keine Maschinen. Wenn ein Pferd einen schlechten Tag hat, muss man das hinnehmen und eventuell einen kleinen Schritt zurück machen, um dann wieder vorwärts zu kommen.“

Für Jesse Luther steht jetzt erstmal die Weihnachtspause an, doch schon kurz nach dem Jahreswechsel geht es für ihn weiter: Gemeinsam mit drei weiteren jungen Reitern ist er vom Bundestrainer Markus Merschformann für den Nachwuchsförderpreis „Goldener Sattel“ nominiert worden, der im Rahmen des internationalen Hallenturniers in Leipzig ausgetragen wird. 1986 wurde „Der Goldene Sattel“ von Hans-Günter Winkler ins Leben gerufen. Der Preis zeichnet herausragende Nachwuchs-Springreiter eines Jahres aus, die im großen internationalen Springsport oder auch schon bei Nationenpreisen eingesetzt wurden. Jesses Onkel Hauke Luther war 1986 der erste Reiter, der den Goldenen Sattel gewann.

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