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Ostholsteiner Anzeiger

21. Oktober 2017 | 07:10 Uhr

WCs am Plöner Bahnhof bald kostenpflichtig?

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

shz.de von
erstellt am 07.Okt.2014 | 13:00 Uhr

Die Stadtvertreter wollen dem ausufernden Vandalismus am Plöner Bahnhof den Kampf ansagen: Auf der Sitzung des Hauptausschusses präsentierten Mitglieder erste Lösungsvorschläge, die vor allem dem Schutz der immer wieder in Mitleidenschaft gezogenen öffentlichen Toiletten dienen sollen. Die Ansätze reichen dabei von der Erhebung einer Benutzungsgebühr bis hin zur Installation einer Videoüberwachung für das gesamte Areal.

Das Problem ist altbekannt: Randalierer, die wahllos durch die Straßen ziehen und vor allem an öffentlichen Plätzen meist eine Spur der Verwüstung hinterlassen. In Plön waren davon zuletzt in besonderem Maße die allgemein zugänglichen WCs am Bahnhof betroffen. Allein die Kosten für die jüngsten Schäden beliefen sich auf etwa 10 000 Euro. „Das Problem mit dem Vandalismus besteht an diesen Orten schon ein ganze Weile. Daher haben wir jetzt zunächst die Schließung der betroffenen Toilletenräume beantragt“, berichtete Ausschussmitglied Thorsten Pfau (SPD). Lange genug habe man auf anderem Wege versucht, die Problematik in den Griff zu kriegen. So sei zuletzt nur noch das Behinderten-WC über einen an der Tourist-Info abzuholenden Schlüssel zugänglich gewesen. „Aber auch das haben sie verwüstet, da man es über einen vorgeschriebenen Notfallknopf von außen öffnen konnte.“

Die anberaumte Schließung der Klosetts soll allerdings nicht von Dauer sein. „Eine Lösung wäre es, nach der Wiedereröffnung der renovierten WCs eine Gebühr in Höhe von 50 Cent für deren Benutzung zu erheben“, schlug Thorsten Pfau vor. Das Modell ähnelt dem an Autobahnraststätten. „Zwar schützt uns das nicht mit absoluter Sicherheit vor neuen Schäden, aber durch die Einnahmen wären zumindest sofort ausreichende Geldmittel für Reparaturen vorhanden.“ Auch radikalere Ansätze wurden diskutiert, so beispielsweise die Überwachung des kompletten Bahnhofsareals mit Videokameras. „Hier bewegen wir uns aber natürlich auf einem schmalen Grad zwischen subjektiver Sicherheit und totaler Kontrolle der Bürger“, gab der Ausschussvorsitzende Oliver Hagen (CDU) zu bedenken. Für eine solche Regelung müsse zudem eine Übereinkunft mit der Deutschen Bahn getroffen werden.

Im Hauptausschusses ging es außerdem noch um einen Antrag der CDU-Fraktion zur Selbstverwaltung, zu dem Bürgermeister Jens Paustian kurz Bericht erstattete. So sei geplant, den Nachtragshaushalt spätestens im Dezember zu verabschieden, die Umsetzung der beschlossenen Haushaltskonsolidierungsvorschläge soll dabei nach und nach abgearbeitet werden. Der Haushalt für das Jahr 2015 wird dann voraussichtlich im kommenden Februar verabschiedet.

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