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Ostholsteiner Anzeiger

22. September 2017 | 08:30 Uhr

Gemeidne Süsel : Wassertreten in der Spielstube

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Der Kindergarten in Groß Meinsdorf befolgt als erster in Ostholstein die Kneipp-Regeln. Die Zertifizierung und ein Jubiläum wurden mit Sommerfest gefeiert.

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erstellt am 29.Jun.2015 | 11:38 Uhr

Viel zu feiern hatten am Sonnabend die Kinder, Erzieherinnen und Eltern der Kinderspielstube Kunterbunt: Erst gab es die offizielle Anerkennung für den ersten Kindergarten in Ostholstein, der in seinem pädagogischen Konzept die Kneipp-Regeln beherzigt. Dazu wurde noch das 20-jährige Bestehen der 1994 in Groß Meinsdorf eröffneten Einrichtung gewürdigt.

„Die Spielstube hat hier insgesamt eine tolle Entwicklung genommen“, betonte Sonja Strube, die Vorsitzende der ehrenamtlich agierenden Elterninitiative als Trägerin des Kindergartens. Auch Süsels stellvertretender Bürgermeister Adrian Boonekamp (CDU) gratulierte der Einrichtung zu ihrem großen Festtag.

1994 in Groß Meinsdorf auf einem Bauernhof angesiedelt, folgte 1998 der Umzug in die ehemalige Altenbegegnungsstätte. In den entsprechend umgebauten Räumen werden jetzt 53 Jungen und Mädchen aus dem Gemeindegebiet und vereinzelt auch aus Eutin betreut. Sie verteilen sich auf vier terminlich und altersmäßig verschiedene Gruppen. Unter der Leitung von Regina Schröder sind 13 Mitarbeiterinnen zuständig für Erziehung, Ernährung und Sauberkeit in der Spielstube.

Schröder bekam nach eigenen Worten vor gut zwei Jahren durch eine Erzieherin aus Neumünster den Anstoß, die Kneipp-Regeln für eine gesunde Lebensweise im Kindergarten anzuwenden. Dazu gehören gute Ernährung, Einsatz von Heilpflanzen, viel Bewegung, natürlich das berühmte Wassertreten und auch eine klare Ordnung im Tagesablauf. Diese Leitgedanken sind jetzt im Kindergarten auf Tafeln und Informationsschriften anschaulich dargestellt und finden im Alltagsgeschehen auch ihren Niederschlag.

Dafür hat der Kneipp-Landesverband genaue Vorstellungen, deren Umsetzung nach eingehender Prüfung der Gegebenheiten vor Ort durch eine Zertifizierung bestätigt werden. Die Anerkennung als einer von bislang 15 Kneipp-Kindergärten im Land überreichte Verbandsvertreter Dr. Christian Dewanger. Er sagte, dass regelmäßige Schulungen der Mitarbeiter verlangt würden. Und warb um weitere Interessenten: „Schulen können auch zertifiziert werden.“

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