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Wasserpreis sinkt – aber das Land erhöht seine Wasserabgabe

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

shz.de von
erstellt am 21.Dez.2013 | 00:33 Uhr

Der Malenter Wasserpreis sinkt. Allerdings nicht ganz so stark, wie es noch im Wirtschaftsplan vorgesehen war, den der Werkausschuss der Gemeindevertretung zum Beschluss empfohlen hatte. Denn kurz vor der Sitzung der Gemeindevertretung am vergangenen Donnerstag trat eine kurzfristig auf den Weg gebrachte Änderung des Wasserabgabegesetzes in Kraft. Demnach erhöht das Land die Abgabe, die es auf jeden verkauften Kubikmeter Wasser erhält, um einen Cent.

Damit sinkt der Wasserpreis von derzeit 1,98 Cent auf 1,93 Cent pro Kubikmeter. Ursprünglich sollten es 1,92 Cent sein. Der Grundpreis von 6,50 Euro monatlich bleibt unangetastet (wir berichteten). Für Verbraucher, die mehr als 1500 Kubikmeter jährlich abnehmen sinkt der Kubikmeterpreis von 1,91 auf 1,88 Cent.

Beinahe wäre die vom Leiter der Gemeindewerke bereits im vergangenen Jahr in Aussicht gestellte Preissenkung allerdings noch einmal vertagt worden. Denn CDU-Fraktionschef Hans-Werner Salomon störte sich an einem neuen Montagefahrzeug, das die Gemeindewerke für 31 000 Euro anschaffen wollen. Salomon sieht dafür keine Notwendigkeit und wollte daher die Abstimmung über die Kalkulation des Wasserpreises verschieben. Auf den Vorschlag des Werkausschussvorsitzenden Peter Sauvant (Grüne) und von Bürgermeister Michael Koch, den Montagewagen mit einem Sperrvermerk zu versehen und das Thema im nächsten Jahr im Werkausschuss noch einmal zu beraten, mochte sich Salomon nicht einlassen. Doch sein Widerstand blieb ohne Erfolg. Nicht einmal alle Mitglieder seiner eigenen Fraktion folgten ihm bei seinem Nein zum Wirtschaftsplan, der nun mit einem Sperrvermerk für das neue Fahrzeug versehen ist.

Aus Sicht von Gemeindewerke-Leiter Olaf Bennühr macht die Anschaffung durchaus Sinn. „Wir haben so viel zu tun, dass wir an mehreren Stellen gleichzeitig arbeiten.“ Daher komme es häufiger vor, dass das jetzige voll ausgerüstete Montagefahrzeug gleichzeitig an zwei Baustellen benötigt werde.

Anders als zunächst vorgesehen sollen im Wiesenweg, in der Gremskampstraße und in der Ringstraße 2014 keine neuen Trinkwasserleitungen verlegt werden. Hier folgte die Gemeindevertretung der im Planungsausschuss beschlossenen Verschiebung der Ausbaupläne für diese Straßen. Die dafür vorgesehenen Mittel in Höhe von 110 000 Euro sollen nun andernorts verbaut werden.

Das scheint auch dringen nötig, da es aufgrund alter Leitungen immer wieder zu Rohrbrüchen komme, Sauvant sprach von 50 an der Zahl. Aus diesem Grund seien 2013 bei den Gemeindewerken allein 500 Überstunden angefallen. Bennühr hofft, mit den nun frei gewordenen 110 000 Euro einen bis anderthalb Kilometer von sechs Kilometern sanierungsbedürftiger Rohrleitung austauschen zu können. Außerdem sollen für 50 000 Euro die Leitungen in der Lindenallee erneuert werden.

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