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Bürgerentscheid in Eutin : Was wird aus dem Haus des Gastes?

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Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Beim ersten Bürgerentscheid in der Geschichte der Kreisstadt gibt es 14 679 Stimmberechtigte: Sie sollen am Sonntag, 15. Februar, über Abriss oder Erhalt des Hauses des Gastes entscheiden.

Premiere für Eutin: Erstmals findet Sonntag in der Kreisstadt ein Bürgerentscheid statt. 14  679 Einwohner können über die Frage abstimmen, ob an der Stadtbucht das derzeit leer stehende Haus des Gastes erhalten werden soll.

Dieses Thema hat die Eutiner bewegt wie zuletzt vor knapp 30 Jahren die vom Denkmalpfleger verlangte Weißfärbung des Brauhauses. Den Entscheid über das Haus des Gastes hat im Herbst eine Bürgerinitiative mit über 2500 Unterschriften durchgesetzt, nachdem die Stadtvertreter im Mai ohne Gegenstimme im Bau- und im Kulturausschuss den Abriss des Gebäudes beschlossen hatten. Die Ausschussmitglieder folgten damit der einstimmigen Weichenstellung der Stadtvertretung aus dem September 2013, wonach das Haus des Gastes als Standort für einen Hotelbau vorzusehen sei. Während sich SPD und FWE der Argumentation für den Erhalt des Gebäudes angeschlossen haben, verteidigen CDU, Grüne und FDP weiter den Abrissbeschluss.

Der Bürgerentscheid wird wie eine Kommunalwahl organisiert. Stimmberechtigt sind alle in Eutin mit erstem Wohnsitz gemeldeten Bürger, die mindestens 16 Jahre alt sind. Die Stimmabgabe ist je nach Adresse in einem von 16 Stimmlokalen von 8 bis 18 Uhr möglich. Wer keine entsprechende Benachrichtigung erhalten hat, kann sein Stimmrecht trotzdem gegen Vorlage des Personalausweises ausüben – unter der Voraussetzung, dass der Name im Wählerverzeichnis steht. Nach Angaben aus dem Rathaus sind im Vorfeld des Entscheides bisher keine Probleme beim Versand der Benachrichtigungskarten bekannt geworden.

In den 16 Stimmlokalen sind 96 Helfer im Einsatz, drei weitere betreuen eine mobile Abstimmungsstelle im DRK-Pflegezentrum Waldstraße. Die Auszählung erfolgt ab 18 Uhr in den Stimmlokalen, die Ergebnisse werden dann öffentlich im Sitzungsaal des Bauamtes präsentiert. Der Abrissbeschluss muss von den Stadtvertretern revidiert werden, wenn mindestens 2643 Stimmen für den Erhalt des Hauses abgegeben werden und die Zahl der Abrissbefürworter nicht höher ist.

 


> Die Bürgerinitiative bietet einen Fahrdienst an: Es stehen die Mitglieder Zingraff (Telefon 04521/7958895), Homberg (1891), Schwarz (1887) oder Ahrens (0174/1850312) bereit.

 

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erstellt am 12.Feb.2015 | 18:59 Uhr

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