Plön : „Was lange währt, wird endlich gut“

Landrätin Stephanie Ladwig und Kreispräsident Stefan Leyk enthüllten den Gedenkstein vor der Plöner Kreisverwaltung.
Landrätin Stephanie Ladwig und Kreispräsident Stefan Leyk enthüllten den Gedenkstein vor der Plöner Kreisverwaltung.

Der „Rote Platz“ ist umgestaltet: Ein Gedenkstein erinnert nun vor der Plöner Kreisverwaltung an die 150-jährige Geschichte des Kreises.

shz.de von
28. August 2018, 18:13 Uhr

Der „rote Platz“ vor der Plöner Kreisverwaltung wird nicht in „grauer Platz“ umbenannt, obwohl diese Farbe nach Beendigung der Bauarbeiten eindeutig vorherrscht: Das betonte Landrätin Stephanie Ladwig gestern Abend bei der Einweihung des neu gestalteten Platzes vor Kreistagsabgeordneten und weiteren Gästen.

Mit Kreispräsident Stefan Leyk (CDU) enthüllte die Verwaltungschefin einen Gedenkstein zur 150-jährigen Geschichte des Kreises Plön am 22. September 2017. Mit Fällung der morschen Kastanie im vergangenen Sommer hatte die Umgestaltung begonnen. Bei Tiefbauten entstanden eine Regole (Regenrückhalt) und eine Sedimentationsanlage. Sie filtern das Wasser und geben es ins Grundwasser ab. Mit LED-Beleuchtung, E-Ladesäule und Wildblumenwiese wird dem Klimaschutz Rechnung getragen. Als Ersatz für die Kastanie pflanzte man im Frühjahr eine Winterlinde. Der Umbau kostete 382 000 Euro.

„Was lange währt, wird endlich gut“, blickte Leyk auf die vergangenen „gefühlt“ 15 Jahre zurück, in denen man sich mit dem Thema beschäftigt habe. Leyk lobte die gelungene Gestaltung. „Der rote Platz hat an Farbe nachgelassen“, fügte er an. „Wir malen nach“, kam es spontan von Norbert Maroses (SPD). Ladwig betonte, man habe den Platz freundlicher und transparenter gestalten wollen und werde an noch mehr Grün arbeiten. „Wir wollen ein offenes Kreishaus sein. Wollen Nächstenliebe wahren und uns davon leiten lassen.“ Die Linde stehe für „Liebe, Güte, Gastfreundschaft“. Der Gedenkstein offenbare Geschichte und sei „ein Symbol dafür, woher wir kommen. Wir wollen auch modern sein“, demonstrierte die Landrätin, wie sich mitttels eines Tablets ein QR-Code neben dem Stein auslesen lasse. Die Sonderseite im Netz befasse sich mit der Historie des Kreises.

Der Gedenkstein stammt aus Schönkirchen und wurde bei Bauarbeiten im dortigen Gewerbegebiet geborgen, erzählte Schönkirchens stellvertretende Bürgermeisterin Anka Velfe. Nach den Worten des Plöner Steinmetz und Steinbildhauermeister Markus Werner wiegt der Gneis vier Tonnen, ist 400 Millionen Jahre alt und wurde auf der Vorderseite begradigt, um die Inschrift hineinmeißeln und ausmalen zu können. Die Grünanlagen gestaltete das Plöner Gartenbauunternehmen Smid.

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