Was ist drin in den Mülltonnen?

Entsorgungsbetriebe in der Region lassen Inhalt und Mengen analysieren

shz.de von
23. August 2018, 12:50 Uhr

Jeder Ostholsteiner produziert jährlich rund 180 Kilogramm Hausmüll, dazu wirft er etwa 80 Kilogramm Papier und Pappen weg, entsorgt zirka 40 Kilo Leichtverpackungen und sammelt 40 Kilogramm Glas zusammen. Doch wird der Müll richtig getrennt? Den Inhalt der Restabfall- und Altpapiertonnen nimmt zurzeit der Zweckverband Ostholstein (ZVO) unter die Lupe. In mehreren Orten im Kreis wird noch bis zum 5. September der Abfall analysiert. „Dabei untersucht die beauftragte Infa-Institut für Abfall, Abwasser und Infrastruktur-Management GmbH die Restabfall- und Altpapiertonnen“, sagt ZVO-Pressesprecherin Nicole Buschermöhle.

Für die Analyse wird an einigen Stellen Abfall eingesammelt, um herauszufinden, woraus er sich zusammensetzt; an anderen Stellen wird lediglich die Füllhöhe einiger der 90 000 Container dokumentiert. „Um die Abfälle später untersuchen zu können, werden sie aus den Behältern bei den Kunden am regulären Abfuhrtag vor Ort gesondert geleert“, so Buschermöhle. Bei größeren vierrädrigen Behältern werde dieser vor Ort gegen einen leeren getauscht. Anschließend werden die Abfälle nach ihrer stofflichen Zusammensetzung in rund 30 unterschiedliche Fraktionen sortiert.

Die Abfallanalyse erfolgt im Rahmen einer deutschlandweit stattfindenden Hausmüllanalyse des Umweltbundesamtes. Die Ergebnisse fließen in die konzeptionelle Weiterentwicklung der Abfallwirtschaft ein.

Die Auswahl der Orte für die Abfallanalyse erfolgt nach dem Zufallsprinzip und erstreckt sich über das gesamte Kreisgebiet. „Im Rahmen der Erhebungen werden keine standort- oder personenspezifischen Daten erhoben“, versichert Buschermöhle.

Auch im Nachbarkreis wird der Müll analysiert: Die Mitarbeiter der Abfallwirtschaft des Kreises Plön gehen der Frage nach, ob die vor Ort vorhandenen Abfallbehälter noch mit den Bestandsdaten der Abfallwirtschaft übereinstimmen. Für die „Inventur“ der Abfalltonnen müssten die einzelnen Grundstücke vor Ort aufgesucht werden. Dabei würden die grauen Restabfallbehälter und die braunen Biotonnen zusätzlich mit einem Aufkleber und teilweise mit der Hausnummer des Grundstückes versehen, teilte die Plöner Abfallwirtschaft mit.

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