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Was haben Kriegserinnerungen mit der Pflege zu tun?

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Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Viele der Menschen, die jetzt pflegebedürftig sind oder werden, gehören der Generation der sogenannten „Kriegskinder“ an, geboren in den 20er und 30er Jahren, aufgewachsen im Krieg und konfrontiert mit oft lebensbedrohlichen Erlebnissen. „Kriegserinnerungen und Pflege“ lautet der Titel einer gemeinsamen Veranstaltung des Projektes Pflege-Not-
Telefon Schleswig-Holstein und des Pflegestützpunktes im Kreis Ostholstein am Donnerstag 27. August, von 15 bis 17 Uhr im DRK-Pflegezentrum in der Waldstraße 6.

Denn Erinnerungen an Flucht und Bombennächte, an Verlust und Vertreibung, aber ebenso an das erste
Lachen nach dem Krieg, das Gefühl, wieder in Sicherheit zu sein, oder die Erkenntnis, in Schleswig-Holstein eine neue Heimat gefunden zu haben, prägen auch heute noch ihre Erzählungen. Nicht alle Menschen haben traumatisierende Erfahrungen gemacht, aber alle haben in
Zeiten gelebt, die besondere Anforderungen an das Leben und auch das Zusammenleben gestellt haben.

Doch was haben Kriegserinnerungen mit der Pflege zu tun? Die Kriegskinder kommen jetzt in das Alter, in dem sie auf Unterstützung und Hilfe angewiesen sind. Die täglichen Erfahrungen in der Pflege zeigen, dass die Erlebnisse, die Erinnerungen sich nicht einfach ausblenden lassen.

Der Mediziner Dr. Reinhard Lindner, Oberarzt für Gerontopsychosomatik und Alterspsychotherapie in Hamburg, beschäftigt sich seit Jahren mit den Auswirkungen von Kriegstraumata. Er wird im Rahmen des Vortrages die grundlegenden Aspekte der Arbeit mit traumatisierten Menschen erläutern, die Zusammenhänge zum Pflegealltag herstellen und Ansätze zur Unterstützung und Hilfe aufzeigen.

Der Eintritt ist frei. Anmeldung unter Telefon 04521/ 8306630.

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erstellt am 12.Aug.2015 | 15:03 Uhr

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