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Was die Bürgermeister und Landräte verdienen

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

von
erstellt am 13.Sep.2015 | 16:43 Uhr

Sie sind die Spitzenverdiener der kommunalen Verwaltung: Die Jahreseinkünfte von Bürgermeistern und Landräten reichen in Schleswig-Holstein von 105  560 bis 141  000 Euro. Das ergab eine Umfrage unserer Zeitung.

Die große Spannweite resultiert vor allem aus den Nebeneinkünften. Das Grundgehalt für die Top-Beamten ist festgelegt und an die Einwohnerzahl gebunden. Ein für mehr als 150  000 Bürger zuständiger Kreis-Chef erhielt 2014 brutto rund 103  000 Euro Grundgehalt – bei weniger Einwohnern sind es etwa 94  300 Euro.

Spitzenverdiener ist Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer mit Einkünften von knapp 141  000 Euro. Allein für den Sitz im Verwaltungsrat der Förde Sparkasse erhält er 900 Euro im Monat. Unter den Landräten ist Oliver Stolz (Kreis Pinneberg) die Nummer eins mit 140  440 Euro. Seine Nebeneinkünfte von fast 40  000 Euro erzielt er vor allem durch den Vorsitz im Verwaltungsrat der Sparkasse Südholstein. Von Nebentätigkeiten, die direkt mit dem Amt eines Landrats verbunden sind, dürfen die Verwaltungs-Chefs nur 5550 Euro behalten. Überschüssige Einnahmen müssen sie an den Kreis abführen.

Ab dem 1. Januar 2016 gilt in Schleswig-Holstein das neue „Vergütungsoffenlegungsgesetz“. Dann müssen Geschäftsführer und Manager von Unternehmen, an denen das Land beteiligt ist, aber auch von Sparkassen und kommunalen Anstalten wie Energieversorgern ihre Bezüge veröffentlichen. Landräte und Bürgermeister sind häufig in Gremien dieser Betriebe vertreten. Noch haben nicht alle Verwaltungschefs ihre Einkünfte offenbart. Während Ostholsteins Landrat Reinhard Sager seine Einnahmen erst im Herbst veröffentlichen will, beruft sich der Kreis Herzogtum Lauenburg darauf, dass das Gesetz nicht für Kommunen, sondern nur für Unternehmen gelte.

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