Malente / Griebel : Wandern durch die Holsteinische Schweiz

Auf Wanderschaft: Anna Bräse ist in der Holsteinischen Schweiz unterwegs.
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Auf Wanderschaft: Anna Bräse ist in der Holsteinischen Schweiz unterwegs.

Anna Bräse, Ronja Bock und Labrador Django begaben sich auf eine viertägige Wandertour durch die Holsteinische Schweiz.

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05. Oktober 2018, 15:14 Uhr

Rucksack auf und los: Anna Bräse (31) und Arbeitskollegin Ronja Bock (19) wollten die Natur, in der sie leben, erkunden und begaben sich auf eine Tour durch die Holsteinische Schweiz. Mit Rucksack, Hund und Regencape startete das Trio in Malente. Ihr Ziel: In vier Tagen und 100 Kilometern durch die Region wandern.

Am ersten Tag ihrer Tour waren die Wetterbedingungen nicht auf ihrer Seite. „Wir sind zweimal komplett nass geworden“, erzählt Ronja Bock. Von ein bisschen Regen ließen sich die zwei Abenteurer nicht aufhalten: In sechs Stunden erreichten sie ihr Tagesziel Theresienhof. Übers Internet hatte Anna Bräse die Route im vorhinein geplant und nach Gasthöfen und Ferienwohnungen gesucht. An ihrem zweiten Wandertag schafften Anna Bräse, Ronja Bock und Labrador Django die 23 Kilometer nach Schmalensee in sechs Stunden. „Wir haben sehr wenig kommuniziert“, erzählt Bräse über ihre Reise. Und Ronja Bock ergänzt: „Das war ziemlich entspannend, auch mal die Ruhe zu genießen in der Natur.“ Auf ihrer Tour wollten sie möglichst „alles in sich aufsaugen“. „In der Natur sein und die Landschaft beobachten – das ist meins,“ erklärt Anna Bräse. Die Naturverbundenheit verbindet die beiden. Die 19-jährige Ronja Bock, die in Zarnekau aufgewachsen ist und in Holzkaten wohnt, beschreibt sich selbst als „Nicht-Stadtmensch“. Während andere in ihrem Alter um die Häuser ziehen, treibt es die 19-Jährige lieber in die Natur. Aus diesem Grund schloss sie sich der Idee von Arbeitskollegin Anna Bräse eine Wandertour durch die Holsteinische Schweiz zu unternehmen, an.

Einfach war der Weg nicht: Regen, offene Blasen an den Füßen, nasser Rucksack und leicht geschwollene Gelenke bei Hund Django. „Du kommst irgendwann an einen Punkt, da läufst du einfach nur noch und vergisst die 20 Kilo auf dem Rücken“, sagt Bräse. Besonders ihre dritte Etappe hatte es in sich: Von Schmalensee nach Travenhorst liefen die beiden rund 30 Kilometer.

Am vierten Tag forderten die Anstrengungen vom Vortag und die Blasen von Ronja Bock ihren Tribut: An der Bräutigamseiche im Dodauer Forst war sechs Kilometer vor dem Ziel Schluss. Den Abbruch nahm Kollegin Anna Bräse ihrer Wanderpartnerin nicht übel: „Du läufst im Team los und brichst im Team ab.“ Sie zieht ein eindeutiges Fazit aus der Tour: „Immer schön die Kirche im Dorf lassen.“ Die dritte Tagesetappe sei ein bisschen zu optimistisch geplant gewesen.

Eine Idee für eine weitere Tour hat die 31-Jährige bereits: Einmal Fehmarn umrunden. Doch das ist bisher nur eine wage Vorstellung. Erstmal müsse man sich von der letzten Wandertour erholen.

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