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Ostholsteiner Anzeiger

14. Dezember 2017 | 08:08 Uhr

Waldfriedhof in Sandkaten geplant

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Gemeinde Bösdorf führt jetzt zunächst Gespräche mit den Behörden

von
erstellt am 03.Dez.2015 | 00:33 Uhr

Das Bestattungsunternehmen „Avenatura“ aus Hamburg plant die Einrichtung eines Waldfriedhofes in der Gemeinde Bösdorf. Der gemeindliche Bauausschuss befasste sich am Dienstagabend mit dem Thema, das jetzt in Gesprächen mit den Behörden abgestimmt werden soll.

Auf einer Waldfläche von rund neun Hektar soll der Waldfriedhof nach den Vorstellungen des Bestattungsunternehmens entstehen, geht aus den gemeindlichen Unterlagen hervor. Das Gelände befindet sich in Privatbesitz des Gutes Ruhleben. Es liegt in der Nordwestecke des Gemeindegebietes Bösdorf, südlich der Siedlung Sandkaten an der Straße Dreihusen.

Das Bestattungsunternehmen ist seit 2009 mit der Einrichtung von Waldfriedhöfen beschäftigt – so am Rande des Teutoburger Waldes. Es trägt damit dem entstandenen Boom der Bestattungswälder Rechnung. Gräber im Grünen unter Bäumen bereiten den Angehörigen meistens keine Arbeit. Allerdings stellen Waldfriedhöfe, Ruheforste oder Friedwälder eine große Konkurrenz zu den bestehenden kirchlichen Friedhöfen dar. Die schrumpfen ohnehin, weil die meisten Menschen nach ihrem Ableben eine Feuerbestattung wünschen und damit weniger Flächen auf den Friedhöfen benötigen, die dann auch noch von den Angehörigen gepflegt werden müssten.

Die Einrichtung eines Waldfriedhofes in Sandkaten bedarf einer Änderung des Flächennutzungsplanes, den die Gemeinde in die Wege leiten kann. Außerdem ist eine Umweltprüfung erforderlich. „Vor der Aufnahme eines Bauleitverfahrens soll ein Behördengespräch stattfinden“, sagte Dieter Westphal (CDU), Vorsitzender des gemeindlichen Bauausschusses, dem OHA. Mit Kreis, Naturschutz- und Forstbehörde sollen nun die Rahmenbedingungen für die Einrichtung eine Waldfriedhofes geklärt werden. 

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